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Monday, 21. July 2008Was lange währt... Endlich Urlaubsbilder!Ein Jahr, 9 Monate und 2 Tage hat es gebraucht, aber schließlich ist es doch vollbracht: die Bilder unseres Kalifornienurlaubs sind sortiert, kommentiert, mit einem Reisebericht zusammen zum Paket geschnürt und zur allgemeinen Belustigung freigegeben. Was hat so lang gedauert? Nun, zum einen war das Problem, dass wir keine Aufzeichnungen hatten, wo die Bilder entstanden sind und daher oft aufwändig anhand den Inhaltes recherchieren mussten, was zu sehen ist. Zum anderen waren es einfach mal knapp über 2000 Bilder, von denen erstmal die 425 besten/tollsten/schönsten/interessantesten rausgesucht werden wollten. Außerdem mussten natürlich noch die Alben entsprechend entworfen und gebaut werden (ok, hierbei hilft die Technik. Das hab ich ganz schnell automatisiert.). Naja und zu guterletzt: man hat halt nicht immer Bock... Kann man Kalifornien in 425 Bildern beschreiben? Nein, vermutlich nicht adäquat. Aber noch mehr wären eine Zumutung. Deswegen: selbst hinfliegen, anschauen, was wir gesehen haben und verstehen. Wir werden's wahrscheinlich wieder tun. Als kleines Bonbon für alle, die gern selbst was basteln habe ich die meisten der Bilder (eigentlich alle, auf denen keine einzelnen Menschen zu sehen sind) unter die "Creative Commons "Namensnennung-NichtKommerziell 2.0 Deutschland"-Lizenz gestellt. Hinter diesem Wortungetüm verbirgt sich ein simpler Gedanke: da draußen laufen haufenweise kreative Leute rum. Ich bin gespannt, was der ein oder andere vielleicht mit den Bildern anstellt. Und es tut meinem Ego gut, wenn ich als Fotograf irgendwo erwähnt werde ;-) Also: es sollen die Bilder ruhig gern verwendet werden, solange auf mich verwiesen wird und das ganze keine kommerziellen Interessen verfolgt. Nun aber genug aufgehalten: hier geht's zu den Bildern. Friday, 18. July 2008Radtour Ilmenau-SonnebergYes, ich hab es (mal wieder) getan: mit dem Fahrrad von Ilmenau nach Sonneberg. Streckenverlauf etwa siehe unten (beide Bilder aus MyTourBook kopiert). Die Höhenangaben stimmen allerdings nicht komplett. Da muss man schätzungsweise 10-20m abziehen. So, wo ist jetzt mein Epo, verdammt? Ach ja richtig, bei der Tour de France, ganz vergessen... Ach ja, waren übrigens ~60km in 4:14h, davon 2:52h reine Fahrzeit (ja, ich bin je faule Sau und hab zwischendurch länger Pause gemacht. Nachdem ich den Hinweis bekommen hatte, den GPS-Tracker auf einer freien Fläche einzuschalten, damit er einen sauberen Fix bekommen kann läuft die Trackqualität laut Google Earth Kreise um die Kartendaten von Tele Atlas :-) ![]() Streckenverlauf in der OpenStreetMap CycleMap ![]() Höhenprofil (nicht ganz korrekt, 10-20m abziehen) Von den Freuden einen Breitbandanschluss zu kriegen...Nein, das wird nicht der übliche Rant über die Telekom und ihre Unfähigkeit. Zumindest nicht komplett. Es ist mehr so eine Beschreibung der Odyssee, in die man geraten kann, wenn man versucht eine Anbindung ans weltweite Datennetz zu kriegen. Ein Drama in einer noch unbekannten Anzahl an Akten... Zuersteinmal die Akteure:
Erster Akt: Umzug und BeauftragungManu muss umziehen. Soweit nix ungewönliches. Sie beauftragt bei der Telekom also einen Umzug des Anschlusses mit gleichzeitigem Wegfall des DSL-Anschlusses, da dieser ja zu Congstar wechseln soll. Damit das auch klappt beauftragt sie bei Congstar die Schaltung eines neuen DSL-Komplettpaketes auf dem neuen Anschluss, nachdem dieser geschaltet ist (also zu einem festen Datum). Unabhängig davon wird die bisherige Congster-Flatrate zum nächstmöglichen Termin gekündigt. Alles zur Zufriedenheit aller. And there was happiness and laughter all around... Zweiter Akt: Schaltung des TelefonanschlussesEin kurzer Akt. Die Telekom schaltet den Telefonanschluss und teilt die Auftragsbestätigung für den DSL-Anschluss mit (der übliche DIN A4 Zettel). Still happiness etc.pp. Dritter Akt: Splitter geliefert, DSL wird geschaltetAuch hier wieder ein kurzer Akt: kurz vor dem gewünschten Termin trudelt der DSL-Splitter von der Telekom ein. Außerdem wird das DSL geschaltet und das auch nochmal per automatischem Anruf bestätigt. Es mangelt noch am Login und Passwort seitens Congstars. Kleine Grübelfalten mischen sich in happiness etc. Vierter Akt: Manu fragt nach den LogindatenIrgendwann wurde es meiner Frau zu bunt und sie rief den Support an, wo denn die Logindaten blieben. "Tut uns leid, Ihr Auftrag wurde per Mail storniert." - "Hä? Ich hab nichtmal Netz!" (Ja, man könnte die Mail von Arbeit schicken. Hatte sie aber nicht.) - "Hm.. Rufen Sie morgen nochmal an, wenn meine Kollegin da ist, die das kann/darf." Mit happiness etc.pp. isses erstmal vorbei, schließlich sind wir umgezogen und es geht kein Netz... Fünfter Akt: Sie haben doch schon DSL!Anruf am nächsten Tag bei der Kollegin: "Nee, da hat Ihnen die Kollegin was falsches erzählt. Der Auftrag wurde storniert, weil dort schon ein DSL-Anschluss geschaltet ist." .oO(Den habt ihr schalten lassen, ihr /&%=!&$) - "Wir kümmern uns drum und schicken die Daten nochmal raus." Man ahnt es: es passiert genau: nichts.Sechster Akt: Wir brauchen eine Bestätigung, dass das ihr Anschluss istNachdem sich nix tut bzgl. Logindaten wieder ein Anruf (heute). "Ja nee, das geht hier nicht. Bevor wir das DSL schalten können brauchen wir eine Bestätigung, dass das Ihr Anschluss ist. Die Adressdaten stimmen nicht mit der Anschlussadresse überein." .oO(Ach, das sagt ihr jetzt! Tschuldigung, dass wir die Stammdaten auf den Hauptwohnsitz gelegt hatten, damit sich nicht wieder irgendein anderer Prozess in der Firma aufregt) - "Wie, schalten? Das DSL geht doch schon. Ich benutze im Moment andere Login-Daten und das funktioniert." - "Ach? Is ja interessant. Hm... na schicken Sie uns den Nachweis und dann wird das." Siebter Akt: Nee, DSL haben Sie keinsAuftritt Markus und Telekom. Ich rufe also mal bei der Telekom an (hey, ich will auch meinen Spaß haben!) und sehe zu, ob wir irgendwie so nen Nachweis ranbekommen können. "Wie DSL? Sie haben kein DSL. Der Port ist frei." - "Aha. Na bitte sagen Sie das dem Port bloss nicht, sonst geht's nicht mehr." - "Hm, versteh ich nicht. Sollte nicht gehen." - "Tut's aber. Egal, kann ich so nen Nachweis haben? Vielleicht einfach das Bestätigungsschreiben des DSL-Anschlusses?" - "Bestätigungsschreiben?" - "Naja, Sie wissen schon, so ein Blatt Papier, auf dem steht, dass wir DSL kriegen." - "Haben wir Ihnen laut System nie zugeschickt." - "Haben Sie." - "Haben wir?" - "Haben Sie, hab ich bloss grad nicht gefunden. Liegt irgendwo rum. Ach ja, nen Splitter haben Sie uns auch geschickt." - "Haben wir auch?" - "Ja, haben Sie. Liegt da rum und splittet, wie er soll." - "Hm, steht hier nich." .oO(Ok, die DBs der Telekom haben offenbar Dateninkontinenz. Wer weiß wo unser Datensatz rausgesifft ist.) - "Krieg ich jetzt meine Bestätigung?" - "Ja klar, ich schick Ihnen das Schreiben über den Telefonanschluss nochmal per Fax." Halten wir fest: wir haben einen DSL-Anschluss. Also, die physikalische und logische Verbindung zum DSLAM. Was uns fehlt ist ein simpler Nutzername und Passwort. Congstar meint, dass sie den Anschluss nicht beauftragt hätten, weil ja die Adressdaten nicht stimmen. Die Telekom weiß weder, dass wir DSL haben, noch dass sie uns eine Bestätigung und einen Splitter geschickt hat. Frag mich grad, wo der herkommt. Stand zumindest Telekom drauf... Also, auf dem Karton. Gut, ist wohl doch die Dateninkontinenz in der Telekom-DB die wahrscheinlichste Antwort. Hoffentlich vergessen Sie als nächsten nicht, dass wir nen Telefonanschluss haben. Wäre nervig. Mein All-Time-Favorite-Spruch der Hotline der Telekom: "Über das System hier sag ich jetzt lieber nix." Jo, scheint besser so :) Dafür sind mir die Congstar-Hotliner zweimal aus ihrem komischen System geflogen und konnten sich auch 15 Minuten nicht mehr einloggen. Ich scheine irgendwie Pech zu bringen oder so... P.S: Die Dialoge oben sind sinngemäß, nicht wörtlich. In der Realität waren sie von deutlich größerer Freundlichkeit geprägt. Und mein Fax mit der Bestätigung kam auch innerhalb einer halben Stunde. Zumindest das haben beide Firmen gut hinbekommen. Wenn jetzt noch die Technik klappt... Tuesday, 15. July 2008Kartenerstellung bei NavteqGrad von Andreas per $IM: "Wo die kleinen Karten herkommen", ein interessanter Artikel über die Arbeit von Navteq. Die treiben schon ne Menge Aufwand für ihr Kartenmaterial. GPS-Tracks aufbereitenWer öfter mit GPS-Tracks arbeitet – für OpenStreetMap, Geocaching [auch wenn man da neuerdings aufpassen muss, dass man nicht gleich als Terrorist abgestempelt wird] oder auch nur zur persönlichen Analyse beim Joggen/Radfahren) – der dürfte sich über ein Programm wie GPSBabel freuen. Zwar nur ein Kommandozeilentool (mit Frontends für Windows und MacOS), aber dafür sehr mächtig. Es konvertiert von und zu x Speicherformaten (und ebnet so nach eigener Darstellung den "GPS-Turm vom Babel" ein) und bietet einen Haufen Nachbearbeitungsmöglichkeiten für die Tracks, die so aus manchen Geräten rausfallen. Ein Beispiel: ein Urlaubstrack aufgezeichnet mit Medion GoPal 4. Intervall 1 Sekunde (was anderes kann das Medion IMO nicht) bedeutet in diesem Fall (Fahrt nach Kroatien, 5 Tage Segeln) mehrere Tracks mit insgesamt ~6MB Größe. Ziel ist es, die Tracks zu einem zusammenzusetzen und deutlich zu vereinfachen. gpsbabel -i gpx -f 1.gpx -i gpx -f 2.gpx -i gpx -f 3.gpx -i gpx -f 4.gpx -i gpx -f 5.gpx -x track,merge,title="Urlaub komplett" -x simplify,crosstrack,error=0.002k -o gpx -F urlaub.gpx Dieses Kommando setzt die Dateien [1-5].gpx zu einem Track zusammen, versieht den mit dem Titel "Urlaub komplett" und vereinfacht den Gesamtweg so, dass die Form erhalten bleibt (bei einem maximalen Fehler von 2 Metern, d.h. der neue Track-Verlauf weicht maximal 2m vom alten ab, was sowieso unter der Toleranz des GPS-Gerätes liegt). Auf diese Weise werden aus 5 Dateien mit einer Gesamtgröße von ~6MB eine mit 833kB. Wenn man jetzt am Ende das -o gpx... noch ersetzt durch -o kml -F urlaub.kml, dann kann man sich den Track gleich direkt in Google Earth anschauen. Das Programm läuft auf allen gängigen Betriebssystemen, auch wenn die Windows- und Mac-User wahrscheinlich ob der Kommandozeilenbedienung weinen. Aber die können sich ja mal die grafischen Frontends anschauen, die allerdings nicht komplett alle Möglichkeiten des zugrundeliegenden Programms bieten. Saturday, 12. July 2008Wozu ein bischen Verlaufen gut sein kann...Nachdem ich gestern ja schon von meinem neuen Tracker geschwärmt hatte, sollte der heute mal zeigen, was er kann. Also bessere Hälfte geschnappt und Wandern gegangen. Sie hatte vorher noch rausgesucht, wo wir grob langlaufen sollten (die Tour sollte nicht soo lang werden) und los ging's. Richtig, los ging's damit: wir laufen in Ilmenau die Prellerpromenade hinter (ist eh noch nicht bei OpenStreetMap vertreten) und wollten dann eigentlich irgendwann links schwenken und auf dem Schweinsrasenweg wieder gen Ilmenau. Leider ist der nicht ausgeschildert, so dass wir ihn verpasst haben. Egal, das Wetter ist schön, die Waldwege auch und außerdem haben wir ja Zeit. Also wandern wir weiter... Nachdem meine Holde auf die Idee kam, man könnte ja irgendwann mal Blaubeeren sammeln ("in der Blaubeerenzeit..."), entdeckten wir zu unserer Überraschung, dass diese Zeit offenbar genau jetzt ist. Am Goethewanderweg findet sich jedenfalls ein Fleckchen, auf dem doch einige Sträucher voll hängen. So musste meine Tasche von der Wanderjacke (so ein kleiner Beutel, in den man die Jacke verpacken kann) dran glauben und als Gefäß für die Beeren herhalten. Das Fleckchen wurde ausgiebig abgegrast (das GPS hat in der Zwischenzeit übrigens interessante Muster aufgezeichnet. Eine ganze Wolke von Punkten.), bevor es in der Gewissheit weiterging, dass wir wenigstens einen kleinen Kuchen damit füllen könnten. Ein paar Meter weiter dann das Blaubeerparadies: quadratmeterweise Büsche, alles voll mit Beeren. Wenn das Sammeln nur nicht so anstrengend wäre.... Egal, für einen ordentlichen Kuchen und eine Portion zum Einfrieren hat's gereicht. Wandertechnisch kamen wir übrigens am Hermannstein raus. Benannt nach Ritter Hermann von Witzleben (1340-1393) von seinen geschichtsbewußten Ahnen (das allerdings dann erst 1913). Ein massiver Fels mitten im Wald, der eine kleine Höhle verbirgt. Nicht groß, nur 10m² vielleicht. Für den ollen Goethe allerdings offenbar ein Ort, an dem er sich wohl recht wohlgefühlt hat (zumindest soll er die Höhle entdeckt haben und öfter dort gewesen sein). Von dort aus ging es dann auf den Kickelhahn und wieder zurück nach Ilmenau. Fast der gesamte Weg (bis auf den Straßenteil in Ilmenau) war noch neu zu tracken und sollte in den nächsten Stunden/Tagen bei OpenStreetMap auftauchen. Naja, und dass aus den ursprünglich geplanten 5-6km knapp 12 geworden sind... Haja... Ach ja, eine Erkenntnis hatten wir noch: Blaubeeren machen dreckige Hände... Transystem i-Blue 747Transystem hat mit ihrem i-Blue 747 eine schnuckelige GPS-Empfänger/Logger-Kombination im Angebot. Nachdem ich bisher für OpenStreetMap immer mit einem GoPal getrackt habe, wollte ich mir endlich mal einen richtigen Tracker gönnen. Die Vorteile liegen auf der Hand: kleiner, leichter, weniger fehleranfällig. Mit dem GoPal lässt sich zwar im Auto etc. wunderbar tracken, aber wenn man es in die Jackentasche steckt, dann nervt es ein wenig, dass man den Bildschirm nicht ausschalten kann. Braucht unnötig Strom und macht das Gerät aufgrund der Touchscreenbedienung anfällig gegen Fehlbedienungen durch Berührung. Also für Wandern, Radfahren etc. ein eigener Tracker... Ursprünglich hatte ich mich anhand der Hardwareliste von OpenStreetMap auf das Wintec WBT-201 eingeschossen, welches anscheinend genau meine Anforderungen erfüllt. Durch den Test bei kowoma.de kam ich zusätzlich noch auf den i-Blue als Alternative. Der hat(te) zwar wesentlich weniger Speicher (70k vs. 131k Datenpunkte), war allerdings auch ~30€ billiger. Nachdem sich der Kauf nun noch ein paar Wochen hinausgezögert hatte, hat Transtec das Rennen gemacht: sie haben den i-Blue in einer neuen Variante auf den Markt geworfen, die den doppelten Speicher hat und damit ~150k Datenpunkte speichern kann. Mehr als genug für meine Ansprüche und deutlich günstiger als der Wintec. Anfang der Woche bestellt, heute bekommen. ![]() i-Blue 747 So sieht das gute Stück aus. Zum Größenvergleich ein 20-¢-Stück daneben. Recht übersichtlich also und mit knapp 70g auch nicht schwer. Die Bedienung ist absolut simpel: entweder man betreibt ihn im Modus NAV, dann ist er ein reiner NMEA-kompatibler Empfänger und reicht die Daten via USB oder Bluetooth an PC/PDA/etc. raus. Betreibt man ihn hingegen im Modus LOG, dann zeichnet er zusätzlich zum Weiterreichen die Daten auch noch auf seinem internen Speicher auf. Mit einer Software kann man vom PC aus einstellen, was er aufzeichnen soll (Längen- u. Breitengrad, Höhe, Geschwindigkeit etc.pp) und unter welchen Bedingungen (alle x Sekunden von, alle x Meter oder über x km/h). Der Knopf in der Mitte des Geräte dient zum Setzen von Wegpunkten: drückt man ihn, dann speichert das Gerät den aktuellen Datensatz mit einem Vermerk und man kann das später als Wegpunkt auslesen. Sehr praktisch, wenn man beim Tracken was interessantes sieht und sich merken will, wo's war. Das war's auch schon am Gerät selbst. Geladen wird via USB, wobei ein Verbindungskabel zum PC, ein Netzteil und ein Stecker für's Auto beiliegen. Ein kleines Problem gibt es (wie üblich) für mich: Software zum Auslesen des Gerätes liefert der Hersteller nur für Windows. Wäre ja auch zu schön... Als NMEA-kompatibler Empfänger stellt er kein Problem dar. Steckt man das Gerät per USB an, hat man plötzlich eine neue serielle Schnittstelle /dev/ttyUSB0 (oder äquivalent), die der gpsd mit Freuden abfragt und die entsprechenden Daten generiert. Damit funktionieren sämtliche linux-basierten Navigations- und Trackingprogramme. Das ganze soll auch problemlos via Bluetooth funktionieren, was ich allerdings noch nicht probiert habe. An die Logs ranzukommen ist schon schwerer. Das Gerät präsentiert sich leider wie alle anderen auch nicht als USB-Massenspeicher, sondern will via serieller Schnittstelle dazu gebracht werden, die Daten rauszurücken. Die kanonische Antwort auf dieses Problem lautet: bt747, ein Java-Programm zum Auslesen und Konfigurieren der Geräte. Dummerweise konnte ich das bisher nicht ans Laufen kriegen, weil mit javax.comm fehlt, von dem mir Sun erzählt, dass es grad nicht zu haben sei. Glücklichweise hat sich jemand hingesetzt und ein Perl-Skript geschrieben, was das gleiche tut: mtkbabel. Funktioniert ebenso, auch wenn es nicht ganz so einfach zu bedienen ist. Wichtigster Aufruf: alle Daten vom Gerät laden: ./mtkbabel -s 115200 -l off -f track -w -t -a legt drei Dateien an. Eine binäre, die direkt vom Gerät kommt, eine track_trk.gpx, die den aufgezeichneten Weg enthält und eine track_wpt.gpx, die die per Knopfdruck aufgezeichneten Wegpunkte enthält. In JOSM geladen sieht das dann so aus: ![]() Daten im JOSM Zu sehen sind hier zwei überlagerte Strecken (Hin- und Rückfahrt) und ein Wegpunkt (das kleine Kreuz mit der Nummer 001). Die Aufzeichnungsqualität ist gut, das Gerät findet seine Satelliten schnell und arbeitet zuverlässig. Nur das Standardaufzeichnungsintervall von 5 Sekunden sollte man evtl. etwas kürzer einstellen (bspw. per mtkbabel). Ich bin im Moment bei zwei Sekunden. Mal noch ein wenig testen, was da brauchbar ist. Insgesamt ein sehr schickes Gerät. Mal schauen, was die Zeit bringt und ob es im Dauereinsatz hält, was es bisher versprochen hat. Es gibt ja noch einige Orte hier in der Umgebung die getrackt werden wollen...
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