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Freitag, 13. Februar 2009Bräda Marke EigenbauIrgendwer war zu Weihnachten so nett und hat für's FeM-Office ein Bräda gekauft. Sehr praktisch, das. Muss man das Notebook (oder noch viel schlimmer: das Netbook (TM und was weiß ich noch alles)) nicht auf den Oberschenkeln balancieren, sondern hat ne feste Unterlage, wo es auch Luft bekommt. Irgendwie hat mich das inspiriert und frei nach der Aussage: "Von Zeit zu Zeit muss ein Informatiker eine Mauer bauen oder einreißen, sonst wird er blöd im Kopf" habe ich eine Mauer... äh ein Bräda gebaut. So 100% gefiel mir das Original nämlich nicht. Ich mag Holz. Also sollte es eine Holzplatte werden. Die im Original eingebaute Handy-Tasche brauche ich nicht, also konnte die weg. Zuguterletzt sollte es etwas schmaler werden, als das Original, da es sonst nicht zwischen die Armlehnen meines Lieblingsstuhles passt. Gesagt, entworfen. Vorweg erstmal das fertige Ergebnis: ![]() So soll's werden (und ist es zum Glück auch). Los geht's mit der Platte: Fichtenholz aus dem Baumarkt, 18mm stark. Daraus schneiden wir eine 45x33cm2 Platte. Die vier Ecken werden angeschrägt (2cm Seitenlänge weg). Danach legen wir die Platte auf den Boden, messen von der unteren Kante 28cm Abstand ab und ziehen mit einem Behelfszirkel einen Kreis von 33cm Radius (also: den Teil davon, der die Platte schneidet). Die am weitesten innen liegende Stelle des Kreisbogen liegt also 5cm vom Rand der Platte weg. Das ganze mit der Stichsäge schön rund aussägen, die Kanten abschleifen. Dann noch Klettbandstreifen drauf und beiseite legen. Das war der einfache Teil... Komplizierter wird's dann schon bei dem Stoffbezug, mit dem das notwendige Kissen unter der Platte befestigt wird. Man könnte sich's ja einfach machen, ein vorhandenes Kissen nehmen und an das Holz tackern. Wollte ich aber nicht. Der Bezug sollte abnehmbar sein zum Waschen. Doofe Idee, aber wenn man einmal angefangen hat... Erstmal nach dem Plan unten den Stoff anzeichnen (wichtig: Anzeichnen! Die Zeichnung stellt die Position der späteren Nähte dar, NICHT die Schnittkanten. Für die Schnittkanten muss außen noch etwas Stoff dazugegeben werden!). Einschließlich der zugegebenen Schnittkanten ausschneiden, die andere Seite des Klettbandes an die passenden Stellen nähen und dann das ganze so zusammennähen, dass etwa folgender Kissenbezug entsteht: ![]() Kissen mit Eingriff Kurze und lange Oberseite an werden also so überlappend vernäht, dass ein Eingriff entsteht, durch das das Kissen eingeschoben werden kann. Das Vernähen mit der Nähmaschine gestaltet sich erstaunlich kompliziert, wenn man das noch nie gemacht hat. Ist aber zu meistern. Ähem... Als Füllung kann man ein beliebiges Kissen nehmen, welches passt. In meinem Fall war es ein Daunenkissen, welches noch verkleinert werden musste. Also Daunen raus um den Bezug abzunähen. Dazu sei eins angemerkt: Daunen verteilen sich erstaunlich gut im Raum. Überall. Ich war gefedert, teeren unnötig. Aber egal, auch das wurde geschafft und nun sitze ich hier mit meinem selbstgebastelten Bräda auf den Beinen und kann bequem tippen. Wie gesagt: manchmal muss ein Informatiker basteln, sonst wird er blöd im Kopf. Auch wenn die Verwandtschaft der Meinung war, dass es dazu wohl bei mir schon zu spät wär. Hm... Skizze der Holzplatte mit Maßen
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