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Mittwoch, 18. November 2009Drei Stunden war der Laptop krank... (und außerdem russische Propaganda)... jetzt läuft er wieder, Gott sei Dank! Frei nach Wilhelm Busch mach ich grad drei Kreuze. Glücklicherweise habe ich mir mal irgendwann ein Thinkpad gegönnt. Ebenso glücklicherweise war bei IBM jemand mal der Meinung, dass man in eine Tastatur Ablaufkanäle einbauen müsse, falls mal Flüssigkeiten in die Tastatur kommen. Tja... ich bin heute offenbar nicht sooo geschickt und hab es geschafft, ein Glas Cola über meiner Tastatur zu entleeren. Während der größte Teil durch die dafür vorgesehenen Kanäle abgelaufen ist, musste ein relativ kleiner Teil gewaltsam aus dem größtenteils zerlegten Gerät entfernt werden. Nach einer gründlichen Dusche für die Tastatur (die funktioniert plötzlich wieder einwandfrei ohne zu knirschen und so...) scheint soweit wieder alles in Ordnung. Hoffen wir mal das beste... And now for something completely different: Panzerkreuzer Potemkin, ein Meisterwerk russische Propaganda. Gab's heute im Hochschulkino. Und weil das ganze ja ein Stummfilm ist und man heute audio-visuelle Berieselung gewohnt ist, haben sich die Jungs und Mädels vom HFC mit dem Kammerorchester der TU Ilmenau und der Jazzband nuzz zusammengetan und das ganze mit klassischer Musik unterlegt. Sehr interessante Erfahrung. Ich bin ja sonst nicht so für die Klassik, aber so ein komplettes Orchester hat schon was... Knusper, Knusper, Knäuschen...Ich hab gestern mal wieder feststellen müssen: in meinem Freundeskreis gibt es einige verrückte Leute. Aus ominösen Gründen darf ich mich ja seit Montag ganz offiziell alt fühlen. Das ist ja üblicherweise ein willkommener Grund für den Austausch einiger Glückwünsche und natürlich auch Geschenke. Dem Anlass gebührend gab es Haftcreme, Shampoo gegen Haarausfall, Zink+C-Tablette, ne Knieschiene etc.pp. (allein letzteres fand ich ja schon hinreichend verrückt). Definitiv den Vogel abgeschossen hat allerdings das letzte Geschenk: ein Haus. Also, kein richtiges, aber schon ziemlich nah an dem, in dem ich vielleicht gern mal wohnen will. Mit Unterstützung meiner Holden haben die Wahnsinnigen nämlich aus geschätzten 5kg Lebkuchen, Marzipan, Zuckerkleister und Schokolade ein Modell unseres — hoffentlich irgendwann mal zu bauenden — Haus gebastelt. Ich war geschüttelt^Wgerührt... Hier noch ein paar Bilder um mal einen Einblick zu bekommen... Einmal ein Luftbild Sogar an mein Schlagzeug wurde gedacht Danke an die fleißigen Erbauer :) Sonntag, 15. November 2009(K)Ubuntu in eine schon existierende LVM-Struktur installierenIch wollte aus verschiedenen Gründen meiner Linux-Installation mal einen kompletten Neustart gönnen und Kubuntu Karmic Koala frisch aufsetzen. Dabei wollte ich allerdings vorzugsweise darauf verzichten mein aktuell 83 GB schweres Home-Directory komplett aus dem Backup wieder einspielen zu müssen. Gedacht, ... fast getan. Backup wurde natürlich vorher gemacht (ich bin ja nicht wahnsinnig. Jedenfalls nicht wesentlich mehr, als üblich. Außerdem hatte jemand in der näheren Umgebung letztens erst den Fall, dass sämtliche Daten zwar noch da, aber dank Festplattenverschlüsselung mit kaputtem Keystore nicht mehr zugreifbar waren. Das wollte ich mir natürlich ersparen. Erstmal dazu, wie meine Platte grob aussieht:
/dev/sda
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+---sda1 (/boot)
+---sda2 (dm-crypt-Volume)
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+---ec_root (/)
+---ec_swap (swap)
+---ec_home (/home)
Soweit, so unpraktisch. Speziell /home sollte unbedingt erhalten bleiben. Erster Anlauf: ganz naiv den Installer gestartet und geschaut, was er so erkennt. Klappt natürlich nicht. Der sieht sda2 und interessiert sich kein bischen für die Innereien. Ok, zweiter Anlauf: Situation herstellen, die dem Installer erlaubt die Innereien zu erkennen: cryptsetup luksOpen /dev/sda2 sda2_crypt lvm vgchange -a y Das erste öffnet das verschlüsselte Volume, das zweite aktiviert die darin enthaltene Volume Group und alle logischen Volumes innerhalb dieser. Das ganze macht man am besten in einer zweiten Konsole, während der Installer gerade auf Nutzereingaben wartet (bspw. wenn er sich grad aufregt, dass er kein Netz findet). Danach kann man die Installation gemütlich weiterlaufen lassen und der Installer wird beruhigt die Volumes erkennen, so dass man in der manuellen Partitionierung (alles andere wäre Unsinn) alles entsprechend wieder zuweisen kann, wie es sein soll. Mir ist hier noch ne Kleinigkeit unangenehm aufgefallen: sda2 wird aus irgendeinem Grund als Swap eingestuft. Aus Sicherheitsgründen habe ich das komplett rausgenommen (also auch nicht als Crypto-Volume definiert), was zur Folge hatte, dass hinterher etwas Handarbeit angesagt war. Wenn die Installation durchgelaufen ist (auch das kann ein Problem sein, wenn das CD-Laufwerk auf einmal I/O-Error wie Kekse verteilt...), dann muss man noch einige kleinere Anpassungen machen um das System bootfähig zu machen. Was ist das Problem? Dadurch, dass das Crypto-Volume von Hand geöffnet wurde und der Installer so nichts davon weiß, fehlt der entsprechende Eintrag in der /etc/crypttab des frisch installierten Systems. Das wiederum führt dazu, dass das initrd nichts über die Verschlüsselung weiß und nicht nach dem Passwort fragt, was wiederum den Bootprozess einfach stillstehen lässt. Blöd. Eine Lösung muss her... Im Prinzip isses einfach: man macht das System von Hand bootfähig. Man mountet noch im laufenden Installersystem /dev und /proc mittels -o bind nach /target/dev und /target/proc (/target ist der Punkt, wo der Installer die Platte einhängt. Wenn nicht: einfach selbst machen), wechselt mittels chroot /target ins installierte System, passt die /etc/crypttab entsprechend an (sprich: man trägt in meinem Fall /dev/sda2 passend ein. Eventuell muss man die /etc/fstab auch noch anfassen, wenn man schonmal da ist.), ruft update-grub und update-initramfs auf, wechselt wieder raus, macht alle Mounts rückgängig und rebootet. Wenn man großes Glück hat, geht's danach. Wenn nicht, dann ist Fehlersuche angesagt. Für diese Sucherei hab ich heute dann doch etwas gebraucht. Vor allem immer unter der Prämisse: bloß nüscht kaputtmachen, sonst musst du das doofe Backup zurückspielen. Mittlerweile läuft alles, nur eine Warnung beim Systemstart bzgl. des Einbindens von /home irritiert mich noch. Hat zwar keine Auswirkungen, aber das will ich auch noch rauskriegen. Später...
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