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Sonntag, 17. April 2011Rollerderby in StuttgartDas Wochenende war mal wieder Ausflugsprogramm angesagt. Was sich halt so ergibt, wenn der Freundeskreis über die Republik verteilt ist. Diesmal war Stuttgart dran. Dank unseres Gastgebers hatten wir am Samstag das Vergnügen mal einer etwas ungewöhnlichen Sportart zuzusehen: dem Roller Derby. Das ganze ist erstmal recht simpel: eine ovale Bahn und zwei Mannschaften (heute meist weiblich) auf Rollschuhen, die sich versuchen gegenseitig zu überholen, blocken, umzurempeln und was nicht alles. In der Realität ist das ganze etwas komplexer: die Teams treten in Rennen von maximal 2 Minuten Länge (sogenannte Jams) gegeneinander an. Dabei sind 2x4 Spielerinnen im "Pack" zusammengefasst und starten zuerst. Hinter dem Pack starten in einem gewissen Abstand nun die beiden "Jammer". Deren Aufgabe ist es das Pack zu überrunden und dadurch Punkte zu sammeln. Der Jammer, der dabei das Pack zum ersten Mal überholt wird "Lead Jammer" und kann den Jam jederzeit abbrechen. So drehen die Damen nun ihre Runden und versuchen Punkte zu sammeln. Punkte gibt es dabei für jeden überrundeten Gegner (gern auch mehrfach). Die "Blocker" genannten Spielerinnen aus dem Pack dürfen nach gewissen – ziemlich komplexen – Regeln durch Rempeln und Blockieren die Jammer am Punktemachen hindern. Das ganze hat gefühlte 2000 Regeln, ist aber im praktischen Einsatz ganz witzig. Blaue Flecken inklusive. Wir hatten nun gestern das Vergnügen uns die Stuttgart Valley Rollergirlz gegen die Lincolnshire Bombers aus Lincoln in Yorkshire anzuschauen. Die ganze Sportart ist von der Aufmachung her so ein wenig auf "Coolness" getrimmt (ähnlich Snowboarden) mit lauter Musik und amüsanten Kampfnamen der Spielerinnen. Die Stuttgarter haben ihre Gäste vorsichtig ausgedrückt versägt. 142:34 Punkte. Der guten Stimmung hat das auf beiden Seiten keinen Abbruch getan. Dem Vernehmen nach wurde nach dem Match noch bis in die Puppen gefeiert. Damit man sich mal ein Bild davon machen kann hier mal drei Fotos von gestern: ![]() Das "Pack": die Spielerinnen, die versuchen müssen die Jammerinnen zu blockieren. ![]() Die Jammerin der Stuttgarter. Jammer sind an dem Stern auf dem Helm zu erkennen. An der Armhaltung des Schiris im Hintergrund sieht man, dass sie in der Runde Lead Jammer war, also das Recht hatte, die Runde abzubrechen. Die Damen tragen aus Sicherheitsgründen übrigens alle Mundschutz. Stürze sind vorprogrammiert und enden manchmal auch mit einem Ausflug ins Publikum. Meist aber wohl ohne größere Schäden. ![]() Hatten eine weite Anreise mit dem Bus hinter sich: die Lincolnshire Bombers aus Yorkshire, gesponsort von Motörhead.
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