Wer öfter mit GPS-Tracks arbeitet – für OpenStreetMap, Geocaching [auch wenn man da neuerdings aufpassen muss, dass man nicht gleich als Terrorist abgestempelt wird] oder auch nur zur persönlichen Analyse beim Joggen/Radfahren) – der dürfte sich über ein Programm wie GPSBabel freuen. Zwar nur ein Kommandozeilentool (mit Frontends für Windows und MacOS), aber dafür sehr mächtig. Es konvertiert von und zu x Speicherformaten (und ebnet so nach eigener Darstellung den "GPS-Turm vom Babel" ein) und bietet einen Haufen Nachbearbeitungsmöglichkeiten für die Tracks, die so aus manchen Geräten rausfallen.
Ein Beispiel: ein Urlaubstrack aufgezeichnet mit Medion GoPal 4. Intervall 1 Sekunde (was anderes kann das Medion IMO nicht) bedeutet in diesem Fall (Fahrt nach Kroatien, 5 Tage Segeln) mehrere Tracks mit insgesamt ~6MB Größe. Ziel ist es, die Tracks zu einem zusammenzusetzen und deutlich zu vereinfachen.
gpsbabel -i gpx -f 1.gpx -i gpx -f 2.gpx -i gpx -f 3.gpx -i gpx -f 4.gpx -i gpx -f 5.gpx -x track,merge,title="Urlaub komplett" -x simplify,crosstrack,error=0.002k -o gpx -F urlaub.gpx
Dieses Kommando setzt die Dateien [1-5].gpx zu einem Track zusammen, versieht den mit dem Titel "Urlaub komplett" und vereinfacht den Gesamtweg so, dass die Form erhalten bleibt (bei einem maximalen Fehler von 2 Metern, d.h. der neue Track-Verlauf weicht maximal 2m vom alten ab, was sowieso unter der Toleranz des GPS-Gerätes liegt). Auf diese Weise werden aus 5 Dateien mit einer Gesamtgröße von ~6MB eine mit 833kB. Wenn man jetzt am Ende das -o gpx... noch ersetzt durch -o kml -F urlaub.kml, dann kann man sich den Track gleich direkt in Google Earth anschauen.
Das Programm läuft auf allen gängigen Betriebssystemen, auch wenn die Windows- und Mac-User wahrscheinlich ob der Kommandozeilenbedienung weinen. Aber die können sich ja mal die grafischen Frontends anschauen, die allerdings nicht komplett alle Möglichkeiten des zugrundeliegenden Programms bieten.