Eigentlich wollten wir ja nur ein wenig Wandern gehen. Trainieren für Neuseeland und so. Ganz gemütlich ein wenig durch die Ausläufer des Thüringer Wald laufen (sehr schicke Ausläufer übrigens). Dann kamen aber so Sträuche dazwischen. Sträucher voll Hagebutten. Da wir letztens schonmal spontan welche mitgenommen und sehr lecker Hagebuttengelee draus gebaut hatten, konnte ich nicht so recht vorbeigehen. Irgendwann wurde es den anderen dann zu langweilig und sie haben mir halt beim Sammeln geholfen, wie man sieht...
Später an der Strecke stand dann da noch so ein Holunderstrauch. Wastls blöder Kommentar: "Eigentlich ist Holundergelee ja auch ganz lecker." führte dazu, dass wir den spontan auch noch abgeerntet haben. (Ein echtes Problem hierbei ist übrigens der Transport der Früchte ohne entprechende Ausrüstung. Speziell Holunder hinterlässt hässliche Flecke...). Wieder zuhause angekommen konnten wir eine stattliche Ausbeute begutachten:
Auf ging's zur Verarbeitung der Früchte. Holunderbeeren ablesen, waschen, kochen und auspressen:
Hagebutten schneiden, kochen und durchs Sieb gießen:
Die ausgekochten Hagebutten enthalten übrigens immernoch jede Menge Saft, was meine Mitstreiter spontan veranlasste, ein Alkoholexperiment zu wagen. Hagebuttenlikör. Steht hier rum und sieht zum Fürchten aus. Probieren werd ich den bestimmt nicht, wenn er fertig ist.
Das Ergebnis der Mühen: Holundergelee, Holunderessig, Holunderlikör, Hagebuttengelee, Hagebutten-Apfel-Gelee, Hagebuttenlikör und Holunder-Apfel-Hagebuttentee (nicht alles im Bild zu sehen).
Meine Holde hat übrigens beschlossen für all die Dinge, die wir so gebastelt haben ein Symbolbild für die Küche zu malen. Hier ist schonmal das vor einiger Zeit gekochte Apfelmus: