Heute hat Neuseeland angefangen und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen der Linksverkehr: seit heute haben wir einen Mietwagen. Geht ganz schön auf die Konzentration. Zum anderen die Landschaft: kaum ist man aus Auckland raus, wird's schön.
Los ging's heute morgen mit Regen. Wie der Neuseeländer (in dem Fall den Fahrer von der Autovermietung sagt: irgendwas muss das Fleckchen Erde ja grün halten. So kam es, dass ich eine ersten Fahrversuche im Linksverkehr auf nüchternen Magen (früher aufstehen und frühstücken hätte geholfen) im strömenden Regen machen durfte. Hervorragend für die Konzentration, das. Keine 500 Meter hinter der Autovermietung hätte ich ja beinahe schon die Versicherung gebraucht, weil ich aus Gewohnheit beim Abbiegen auf die rechte Spur eingeschwenkt bin. Ok, wahrscheinlich wäre mangels Geschwindigkeit meinerseits kaum was passiert. Wir haben nämlich ein Auto fast ohne Motor. Oder zumindest fährt es sich fast so. Wir gehen halt gezwungenermaßen den Urlaub recht gemütlich an.
Nach einigem Hin und Her (es regnet, lass uns doch... halt, es hat aufgehört, wie fahren nach...) haben wir uns drauf verlegt, nach Whangarei zu fahren um von hier aus zu den nächsten Unternehmungen zu starten. Unterwegs waren wir noch im Long Bay Preserve ein paar Meter wandern und uns einen Sonnenbrand holen (kann ich übrigens besser als meine Holde.). Die Preserves sind überhaupt lustig Dinger: ein schickes Stück Landschaft wird kurzerhand zum Schutzgebiet erklärt, es werden die übliche Menge an Ausschilderungen und Wanderwegen reingezimmert und fertig. Und da Neuseeland aus verdammt viel schicker Landschaft besteht, gibt es diese Preserves auch überall. Manche mit Strand und Meer, andere mit Urwald mit Baumfarmen. Man könnte stundenlang wandern und schauen.
Unterwegs haben wir uns dann noch eine Unterkunft gesucht und mit Little Earth in Whangarei einen echten Glücktreffer gelandet. Das sieht auf dem Panorama nicht nur aus, als läge es mitten im Wald, das tut es auch. Hier ist rundrum traumhafte Landschaft und sonst nix. Aber – für uns ja nicht unwichtig – mit Breitbandinternet. Schneid dir mal ne Scheibe ab, liebe T-Com! Außerdem liegen hier auf dem Gelände, Höhlen, in denen man Glühwürmchen ähnlich zu den Waitomo Caves beobachten kann. Dazu haben wir uns nach der Ankunft noch spontan hinreißen lassen und sind mit Helm, Stirnlampe und Kamera in die Unterwelt abgestiegen. So eine wassergefüllte, Glühwürmchen-besetzte Höhle auf dem Grundstück gehört mal definitiv zu den coolsten Sachen bisher. Und nein, das Foto ist nicht gefälscht. Die Höhle sieht wirklich so cool aus.
Ach ja: ich habe mal wieder meine Kamera fallen lassen. In der Höhle. Scheint irgendwie zur schlechten Angewohnheit zu werden: einmal im Urlaub ist sie fällig. Allerdings hatte ich diesmal Glück und sie hat zwar zwei neue Kratzer, aber sonst keine Schäden. Ähem...
Morgen geht es auf Tour zum Hole in the Rock, wenn alles klappt und dann gen Nordkap. Jetzt brauch ich aber erstmal Schlaf. Linksverkehr ist erstaunlich anstrengend...
"Wasser satt!" hieß es heute auf unserer Tour durch die Waitomo Caves. Das Höhlensystem an der Westküste ist für seine "glowworms" bekannt. Das sind keine Glühwürmchen, wie die direkte Übersetzung vermuten lassen könnte, sondern Larven, die das Licht nu
Aufgenommen: Mär 11, 13:04