Fürchterlich! Irgendwann kommt man mal auf die glorreiche Idee, seinen Server auf Debian Lenny bringen zu wollen. Warum auch nicht? Ist ja mittlerweile schon ein Stück stable und außerdem und überhaupt. Also gestern fix angekündigt und heute morgen begonnen. Paketquellen geändert, apt-get dist-upgrade angeworfen und los. Joar, alles kein Problem, wenn da nicht so ein kleines Problem wäre: seit einiger Zeit kann ich OpenVPN auf dem Server nicht mehr beenden. Das bleibt dann mit der (sich alle 10 Sekunden wiederholenden) Meldung: kernel: unregister_netdevice: waiting for tap1 to become free. Usage count = 1. Tja... das OpenSSL-Update wollte dann OpenVPN neu starten... Plöt. Mitten im Update bleibt das ganze also mal gepflegt hängen. Intelligenterweise kann man sich nachdem das begonnen hat nicht mehr einloggen. Ich hatte also nichtmal mehr ne Konsole um die Kiste hart neu zu starten und zu hoffen. *gnaaa* Ok, Hetzner anrufen, Rettungssystem etc.pp. Blöd zum Zweiten: der im chroot auf dem halbfertigen System weitergeführte Update-Prozess war dann irgendwie der Meinung Mailserver etc. neu zu starten, was dazu führte, dass plötzlich der Secondary MX mit der Einlieferung begann. Ich hätte nicht erwartet, dass das ein Problem darstellen würde. Irgendwie war dem aber offensichtlich so, jedenfalls verabschiedete sich das System bei der Konfiguration des Bootloaders (Hurra! Wenn es einen dämlichen Moment gibt, dann diesen!) Also nochmal Hetzner angerufen (der arme Kerl, der da heute Dienst hatte...), Rettungssystem zum zweiten, Bootloader konfiguriert und installiert, neu gestartet und bibbernd davor gesessen. Zu meiner Überraschung hatte das dann aber geklappt. Die üblichen Verdächtigen (ein paar Django-Programme) wollten mal wieder nicht mehr starten und PostgreSQL wollte gern ein pg_updatecluster haben, damit es wieder lieb mit mir ist, aber sonst war alles locker.
So, jetzt aber erstmal wieder 5 Jahre Ruhe... *grmpf*