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Friday, 4. April 2008Musik online kaufen oder "Kunden vergraulen für Dummköpfe"Ganz ehrlich: ich hab's versucht. Ich habe mich auf die Suche nach einer Möglichkeit gemacht, ein wenig Musik zu kaufen. Kann ja nicht so schwer sein. Ich mein: die da, der da, die da oder auch die da haben ja die entsprechenden Grundlagen dafür geschaffen. DSL und Co. sind auch vorhanden, eigentlich sollte alles glatt laufen. Eigentlich... Doch von vorn. Ich habe ein paar Anforderungen an den potentiellen Verkäufer meiner Musik:
So, meine Anforderungen wären also dargelegt. Eigentlich finde ich die gar nicht so schwer erfüllbar. Kommen wir also zu den Kandidaten:
Tja... und nun? Ich habe hier eine Liste mit 19 Liedern, die ich gern kaufen würde. Könnten durchaus mehr werden. Man hört mal hier, mal da was, was einem gefällt (im Moment ganz gern mal bspw. Apocalyptica oder Nightwish). Blöd nur, dass keiner mein Geld haben will. Aber naja, demnächst darf ich mir bestimmt wieder irgendwo anhören, wie schlecht es doch der Musikindustrie geht. Zu recht, wie ich sagen muss. Zu recht... Ach ja, weil ich mich ja eigentlich aufregen wollte: IHR VERDAMMTEN FLACHZANGEN IN DEN CHEFETAGEN DER MUSIKINDUSTRIE! KOKST MAL EIN PAAR GRAMM WENIGER AM TAG UND HÖRT AUF EURE KUNDEN: SCHATTENGEFECHTE MIT IRGENWELCHEN DOWNLOADERN KOSTEN GELD UND BRINGEN KEINS. UND POTENTIELLE KUNDEN GÄNGELN UND VERGRAULEN IST KEIN GESCHÄFTSMODELL! SEID IHR EIGENTLICH ALLES ABGEBROCHENE BWL-ERSTSEMESTER? So, und was mach ich jetzt mit der Kohle? Röllchen draus drehen und auch anfangen zu koksen? Ich mein: immerhin würde ich mir damit vielleicht den Schädel kaputt genug kriegen um die aktuellen Angebote nutzen zu wollen. Sunday, 10. February 2008Dinge, die man mit einem Navi tun kann...Wie kriegt man lauter Nerds an die frische Luft? Ganz einfach: man macht ein Projekt wie OpenStreetMap auf und schon treiben die sich haufenweise draußen rum. Warum? Nun, ganz einfach: es kommt einfach alles zusammen. Freie Sachen (in dem Fall Kartendaten), Technik (GPS), ein klein wenig Selbstdarstellung (Hey, ich kenn mich hier aus! Ich kann die Straßen richtig einzeichnen!) und die Möglichkeit, nen Haufen Kram zu spielen (wer wollte nicht schon immer mal ne Navi-Software programmieren?... Ok, wahrscheinlich alle normalen Leute nicht, aber um die geht's ja hier nicht.). Worum geht es? Wikipedia kennt mittlerweile jeder, der sich schonmal länger als 3 Minuten im Netz rumgetrieben hat. Aus einem anfänglichen Spielprojekt für ein paar Leute ist eine umfassende, aus aller Welt gepflegte Enzyklopädie geworden, die zu den meistbesuchten Seiten im Netz gehört. Kollaboratives Wissen, je nach Sichtweise mal das beste seit geschnitten Brot oder der Untergang des Abendlandes, als durchschlagender Erfolg. Nicht schlecht für eine Netzgemeinde, die nach Ansicht einiger Leute nur Pornos und Gewaltspiele kann. "Können wir auch.", mögen sich die Initiatoren von OpenStreetMap gedacht haben. Die Wikipedia-Idee angewandt auf Kartendaten: jeder, der mag und kann trägt was bei. Seien es GPS-Daten, Straßenzüge, Namen, Höhenlinien, was auch immer man in einer Karte unterbringen kann. Die, die sich mehr für Software interessieren können diese Daten verwenden: in Renderen, die druckfertige Versionen erzeugen, Navigationskerneln, Filterprogrammen für spezialisierte Karten (Karte von der Isle of Man gefällig? Gibt's bei Navteq, Teleatlas und Co. nicht zu kaufen.) etc. Tja und zuguterletzt profitieren auch die, die nichts beitragen können oder wollen: Anfahrtsskizze auf der Webseite oder im Werbeblättchen? Bitte nicht von Google Maps und Co. Gibt Ärger mit dem Urheberrecht. Mit OpenStreetMap-Daten hingegen kein Problem. Kurzum: eine rundrum praktische Sache, das. Warum der Seromon? Nun, ich bin (eigentlich "wir", meine bessere Hälfte hat's auch erwischt) seit einigen Wochen OSM-süchtig. Wo es geht läuft das Navi und zeichnet GPS-Tracks auf. Immer wenn Zeit ist, werden diese mit JOSM in Kartendaten umgewandelt und auf die Projektwebseite hochgeladen. Erstaunlich, was man dabei so alles lernt (beispielsweise dass Gemeinden selbst Landstraßen als "nicht von überregionaler Bedeutung" erklären lassen, damit sie sie im Winter einfach sperren können, statt sie zu räumen) und wieviel man zum Wandern kommt (Ilmenau Lindenberg? Leichteste Übung.). Kurzum: Leute, bastelt OpenStreetMap-Daten! Wer ein Navi oder ein Handy mit GPS oder sonst irgendwas in der Richtung hat: mittracken, was das Zeug hält, Daten hochladen und freuen, wenn jemand Straßen draus macht. Macht Spaß und man lernt immer wieder neue Dinge seiner Umgebung kennen. So, jetzt nur nur noch Navikernel basteln... Thursday, 8. November 2007Trauer um das FernmeldegeheimnisDiejenigen, die per Webseite hier zugreifen haben es ja schon bemerkt: dieses Blog trauert um das Fernmeldegeheimnis. Am morgigen Freitag wird die große Koalition voraussichtlich durch das Absegnen der Vorratsdatenspeicherung das Fernmeldegeheimnis endgültig zu Grabe tragen. Nun kann man natürlich einwenden: "Ja, aber die Vorratsdatenspeicherung speichert doch nur die Verbindungsdaten und gar keine Inhalte!", aber das greift etwas kurz. Die Tatsache, daß Max Mustermann mit der AIDS-Beratungsstelle telefoniert hat ist mindestens genauso interessant, wie der Inhalt des Gesprächs selbst. Andere werden bemerken: "Aber Zugriff erfolgt doch nur bei schwersten Verbrechen und Terrorismus!". Nun, möglicherweise nicht lang... Nachtrag: Vor lauter Ärger ganz vergessen: Mehr Informationen gibt es beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Friday, 6. July 2007Kein guter Tag......für die IT. Wenn die ahnungslose Legislative und Judikative mit dem Fortschritt konfrontiert werden, gibt es doch nicht selten eigenwillige Ergebnisse. Aber was der heutige Tag über die üblichen Ticker bringt, ist schon erschreckend. Doch von vorn: Der Bundesrat hat also heute das "Strafrechtsänderungsgesetz zur Bekämpfung der Computerkriminalität" durchgewunken. "Bekämpfung der Computerkriminalität" hört sich ja erstmal toll an: keiner will von irgendwelche Kriminellen belästigt werden, erst recht nicht auf diesem Zauberkasten, von dem er eh keine Ahnung hat. Dumm nur, daß unsere Herren und Damen Volksverrät...äh...-treter mal wieder in wunderschöner Eintracht eine unglaubliche Demonstration ihrer Inkompetenz hinsichtlich sämtlicher IT-Fragen bewiesen haben. Speziell der neue §202c des StGB hat es in sich: Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten Es gilt also bereits als Vorbereitung einer Straftat, im Besitz von Computerprogrammen zu sein, deren Zweck die Begehung einer Straftat ist. Das mag Außenstehenden als völlig normal erscheinen, ist es aber nicht. Nahezu jede Software, die irgendwas mit Netzen und deren Sicherheit zu tun hat, ist geeignet als Angriffswerkzeug herzuhalten. Selbst ein simples Programm wie ping kann für einen Angriff dienen, wenn man es nur richtig (d.h. mit dicker Bandbreite) einsetzt. Von Sicherheitswerkzeugen, die in das Portfolio eines jeden Administrators gehören ganz zu schweigen. So kann man mittel NMap natürlich dazu dienen, das System eines gegnerischen Rechners zu analysieren und so einen Angriff vorzubereiten. Genauso dient es aber – wahrscheinlich deutlich häufiger – zur Diagnose von Netzwerkproblemen: Ist auf dem Rechner wirklich kein Dienst offen? Ist in dem Paketfilter alles wie gewünscht eingestellt oder hab ich ein Loch übersehen? Wieso zum Geier antwortet Dienst XY nicht? Ist der überhaupt noch da? Das alles sind Fragen, bei denen NMap hilft. Demnächst zumindest in Deutschland wahrscheinlich nur noch illegal. Gleiches gilt für Programme wie Wireshark oder Nessus. Speziell letzteres ist interessant, vertreibt doch das BSI mit BOSS eine Live-CD mit eben jenem Programm als zentrale Anwendung. Muss sich diese Behörde jetzt selbst anzeigen? Die Geschichte mit dem "Zweck" mag vielleicht in der realen Welt funktionieren. In der virtuellen tut er es nicht. Dort sind viele Dinge "dual use". Aber so, wie manche Länder eben keine Aluminiumröhren kaufen dürfen, weil man die für irgendwelche Teile eines Atomreaktors brauchen kann, darf der deutsche Administrator jetzt sein Werkzeug nicht mehr verwenden, weil man damit auch Systeme angreifen kann. Danke liebe Politiker! Ihr habt der Forschung und Industrie im Bereich Computersicherheit in Deutschland einen schweren, wenn nicht tödlichen Schlag versetzt. Phenoelit hat bereits die deutschen Tore geschlossen. Andere werden sicherlich mit der Zeit folgen, wenn dieses Gesetz ernsthaft umgesetzt wird. Wieder ein Hochtechnologiemarkt, auf dem Deutschland sich abhängen läßt, weil die Deppen in Berlin es nicht schaffen, sich wenigstens minimal zu informieren, bevor sie ihr Patschehändchen zur Abstimmung heben. Ist ja bloss eins der heißesten Themen seit einiger Zeit... Fast schon beruhigend ist es allerdings, zu sehen, daß unsere Nachbarländer mit ähnlichen Idioten zu kämpfen haben. "Belgischer Internet-Provider muss urheberrechtlich geschützte Inhalte filtern" titelt heise.de heute. Und liest man den Artikel, so kann einem das kalte Grausen ob der totalen Ahnungslosigkeit des Richters, der jenen Unsinn verkündet hat, kommen. Der belgische Provider Scarlet ist nun also verpflichtet, demnächst sämtliche urheberrechtlich geschützten Inhalte, welche durch sein Netz laufen, rauszufiltern. Nun, mal abgesehen davon, daß fast alles im Netz urheberrechtlich geschützt ist – gemeint war hier wohl eher: Inhalte für die der Nutzer keine Nutzungslizenz hat – ist doch hier mal wieder klar, daß Justiz und Technik selten zusammenpassen. Aber gut, vielleicht fordert derselbe Richter demnächst von der belgischen Post, daß sie Drohbriefe unterbindet. Sie darf &ndash im Falle des Providers: kann – die Inhalte zwar nicht lesen, soll sie aber trotzdem filtern. Diesen Herren schlage ich für die Merkbefreiung in Gold vor. Er ist auf Lebenszeit davon zu befreien, irgendwelche Änderungen in der ihn umgebenden Realität zu bemerken oder sich gar darauf einzustellen, bevor er den Mund aufmacht. Wie bereits geschrieben: kein guter Tag. Eher ein rabenschwarzer... Thursday, 26. April 2007Klima der Angst...Literaturprofessor entsorgt Gedichte und löst so Bombenalarm aus. Warum? Weil er indischer Abstammung ist und für einen Mann aus dem mittleren Osten gehalten wurde. Nur in Amerika? Nein, auch in Deutschland darf ein Fraktionsvizevorsitzender der CDU/CSU ungestraft einen Terroranschlag quasi herbeireden um das "Sicherheits"paket eine fanatischen Innenministers auf der emotionalen Schiene durchzudrücken. Alles völlig normal, das weitere regelt ein Bundesgesetz... Via: Schneier on Security
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Friday, 13. April 2007Router im AllDa hat Cisco wohl ne Firmware richtig verkackt: "US-Militär schießt IP-Router ins All". Quelle: heise.de Wednesday, 25. October 2006Sind Sie ein EMail-Profi?
...fragt ausgerechnet manager-magazin.de, also eine Zeitung für Leute, die im allgemeinen bar jeder Ahnung über Gepflogenheiten und Besonderheiten des Mediums EMail sind. Nun, ich dacht mir, machst du den Test mal. Mal schauen, vielleicht stellen sie ja richtig sinnvolle Fragen und geben Hinweise, damit auch deren Zielgruppe endlich mal lernt, wieso gewisse Dinge bei EMail sind, wie sie sind. Das Ergebnis dann: niederschmetternd. Ich bin EMail-Amateur (ich schreibe ja schließlich schon das Wort EMail falsch!). Ich mache alle möglichen Fehler bei der Kommunikation. Die meisten übrigens bei Fragen, die sich auf Kommunikation allgemein und weniger EMail im besonderen beziehen. Aber ein "Sind Sie ein Meister zwischenmenschlicher Kommunikation?"-Test wäre wahrscheinlich nicht modern genug. Nu ja, ich werd halt weiter EMails schreiben, auch ohne Segen von manager-magazin.de. Bisher kam ich eigentlich bei fast allen zum Ziel ohne daß meine Gesprächspartner offensichtlich an mir verzeifelt wären. Tuesday, 15. August 2006Dumm, dümmer, am dümmstenDumm: Ein Verzeichnis namens ~ versehentlich anlegen. Glücklicherweise ist es nicht meine private Maschine... Wednesday, 19. April 2006Wir brauchen weniger Privatsphäre?Daniel J. Solove schreibt einen lesenswerten Blog-Post (Englisch) über einen Artikel von William J. Stuntz, einem Professor von der Havard Law School. Dieser argumentiert, daß wir im Interesse unserer Sicherheit weniger Privatsphäre brauchen. Seine Argumentation ist typisch für die Verfechter eines starken, alles kontrollierenden Staates: Privatsphäre untergräbt die Möglichkeiten der Behörden, Kriminelle (oder neuzeitlich: Terroristen) zu fangen, wer nichts zu verbergen hat, muss sich ja keine Sorgen machen etc.pp. Wie viele Leute, die so argumentieren, übersieht Stuntz ein paar wichtige Probleme:
Wesentlich umfassender legt Solove das in seinem Blog-Post dar, dem ich nur zustimmen kann. Quelle 1: Concurring Opinions: William Stuntz's Misguided Theory of Privacy and Transparency Wednesday, 4. January 2006congster und PasswörterAus gewissen Gründen haben wir den Flatrate-Provider gewechselt. Congster erschien ganz günstig, direkt im Backbone der Telekom (Kunststück: als Tochter) etc. Ergo Tiscali gekündigt und neue Flat beantragt. Alles wunderbar, geht nach ein paar Minuten. Das heißt: es geht theoretisch. Praktisch wurden wir nämlich vom Login-Server immer abgewiesen. Tja, nach einigem Rumprobieren haben wir es erstmal gelassen. Heute nochmal probiert, selbes Problem. Also irgendwann mal die Hotline angerufen und gefragt... Das Passwort darf nur Kleinbuchstaben und Zahlen haben. WAS? Habt ihr eigentlich total einen an der Waffel? Soll ich mein Passwort vielleicht direkt an die Hausmauer schreiben? *narf* Das Passwort muss zwischen 5 und 12 Zeichen lang sein. Ok, die Hotline war so nett, uns das durch mehrmalige Logins gesperrte Passwort zurückzusetzen. Das generierte Passwort war 4 Zeichen lang. Doll, ihr könnt echt was! Zuguterletzt haben wir uns also ein zufälliges Passwort nach den Kriterien generiert und schon geht's. Na wunderbar. Mal schauen, wie der Rest der Technik so wird. Verbindungsaufbau ist jedenfalls wesentlich schneller als bei Tiscali. Der Rest... naja, werden wir merken. Tuesday, 6. December 2005"Schneekompetenzpartner"Genau das habe ich vorhin im Radio gehört. Eine Gemeinde/ein Landstrich in Österreich macht Werbung und erklärt sich darin zum "Schneekompetenzpartner". Wie hab ich mir das vorzustellen? Sind die Gemeindevertreter speziell in der Erkennung von Schnee geschult? Früh morgens bei denen vorm Rathaus: Heinz H., ausgebildeter Schneekompetenzpartner betritt in spezieller Schutzkleidung (Stiefel, dicke Jacke und Handschuh) die Treppe. Sein Blick schweift für einige Sekunden prüfend über den Marktplatz. Er nickt, geht zurück in das Gebäude, nimmt den Telefonhörer wieder in die Hand und läßt sein Urteil hören: "Ja, es liegt Schnee!" Oder ist das vielleicht ganz anders und das ist der Laden, wo im Winter immer das ganze weiße Zeug herkommt? Sowas könnte man ja auch als "Schneekompetenzpartner" bezeichnen. Dann sollte sich vielleicht E.ON wegen der Schadensersatzforderungen ja einfach mal an die Gemeinde wenden. Schließlich kann das Schneechaos ja nur eine Fehllieferung gewesen sein! Vielleicht ist aber auch alles wie sonst immer und es haben bloss mal wieder einige Werbestrategen bei der verfrühten Weihnachtsfeier zu sehr am Koks genascht. "Höhö, Schneekompetenzpartner, hehehe..." Ja, klar... Thursday, 1. December 2005Tiscali spielt DNS kaputtDer Anbieter meiner DSL-Flatrate, Tiscali, hat sich eine neue Dämlichkeit ausgedacht. Ähnlich wie damals VeriSign leitet man neuerdings alle Anfragen nach unbekannten Namen auf eine eigene Seite um. Die einfache Antwort "Du Depp, lern schreiben!" gibt es also nicht mehr. Tipp man beispielsweise "wwww.heise.de" (also mit 4 Ws), so sollte sich im Normalfall der Browser beschweren, daß diese Domain nicht existiert. Tut er aber nicht. Statt dessen tut er folgendes: ![]() Was für ein "netter" Service... Ist das nicht nett? Tiscali weißt mich darauf hin, daß ich zu blöd zum tippen bin und weil ich schonmal da bin, kann man mir ja noch ein wenig Werbung vor die Nase setzen. Ach ja und weil sie ja wissen, daß ich zu blöd zum tippen bin, leiten sie mich vorsichtshalber mal zur Seite eines ihrer Sponsoren weiter. Nicht, daß ich den nicht auch noch wegen eines simplen Fehlers nicht finde! ![]() Da wollte ich doch gar nicht hin... Wie damals schon bei VeriSign: Liebe Leute von Tiscali! Bitte, bitte lasst die Finger von DNS. Ihr habt es offensichtlich nicht verstanden, macht es bitte nicht kaputt!
Witzig ist übrigens, daß der Fehler nicht bei allen Anschlüssen auftritt. Mal tritt er auf, nach der nächsten Einwahl nicht mehr. Dafür dann bei einem anderen Kunden. Sehr "amüsant". Saturday, 1. October 2005Das ForenphänomenDas Internet als Untergang des Abendlandes... Irgendwann glaube ich noch dran. Was einem in den verschiedenen Webforen so alles über den Weg läuft ist zum Heulen. Ok, ich bin sicherlich nicht der absolute Rechtschreibgott, aber ich bemühe mich zumindest bei der schriftlichen Kommunikation ein wenig Gewissenhaftigkeit an den Tag zu legen. Tippfehler? Geschenkt! Mal ein fehlendes Komma? Interessiert keinen. Unklarheit, wie ein Wort geschrieben wird? Was soll's. Aber was man in manchen Webforen so zu lesen bekommt sprengt jeglichen Rahmen. Es gibt da ja verschiedene Typen von Schreiberlingen. Zwei davon sind mir heute wieder besonders aufgefallen (ja, wie meist ist sie schuld). Der "Punkte liegen zu sehr am Rand. Shifttasten auch."-TypDieser Typus scheint es im Allgemeinen sehr eilig zu haben. So eilig, daß die Finger auf der Tastatur nicht mal ansatzweise den mittleren Bereich verlassen können. Vielleicht ist es aber auch bloss die allgemeine Blödheit hinsichtlich Interpunktion. carrol schreibt im Deguboard HalloDieser hingekotzte Haufen Buchstaben möchte dem Leser offensichtlich ein gewisses Problem mit der Promiskuität der Tierchen mitteilen. Wenn man jetzt nicht nur den mittleren Teil der Tastatur verwenden würde, sondern sich auch mal in Richtung Shift-Taste und Interpunktionstasten umschaute, dann wäre das sogar lesbar. Aber nun ja, es muss ja alles schnell gehen... Der "Ich mag Smileys"-TypJedes Webforum ist offenbar der Meinung, daß Smileys eine tolle Sache sind. Ok, prinzipiell ist das ja auch nicht verwerflich. Die Emoticons/Smileys waren und sind eine nützliche Möglichkeit, die Einschränkungen des Schriftmediums hinsichtlich des Transports von Stimmungen etwas zu kompensieren. Aber das, was Webforen für gewöhnlich anbieten und was dann auch genutzt wird würde ich "Überkompensation" nennen. Nehmen wir auch hier ein Beispiel aus dem Deguboard (von roterosefee): ![]() Smileys, überall Smileys... Wunderbar. So viele Gefühle auf einen Haufen! Ich bin begeistert. Oh, im Original ist das ganze natürlich alles animiert und springt und hüpft, daß einem die Augen übergehen. Epileptiker dieser Welt vereinigt euch! Die für mich interessante Frage: ist das deutsche PISA-Ergebnis nun Ursache oder Folge dieser Dinge? Thursday, 24. March 2005Kluger Spruch
Ein schlauer Spruch von einem schlauen Mann, den sich jeder Möchtegernprogrammierer groß ausdrucken und über den Bildschirm kleben sollte:
Debugging is twice as hard as writing the code in the first place. Therefore, if you write the code as cleverly as possible, you are, by definition, not smart enough to debug it. -- Brian Kernighan Sunday, 13. March 2005"How Microsoft Lost the API War"
Diesen Titel trägt ein Artikel aus dem Blog Joel on Software. Der Autor legt dar, wieso er der Meinung ist, daß Microsoft seine wichtigste Waffe, die Win32-API, zu verlieren beginnt. Teilweise sind die Ausführungen einleuchtend, aber andere Teile sind wiederum etwas eigenwillig. Speziell seine Ausführungen zum Thema "Webapps sind die Zukunft" (er mag es nicht, sieht aber, daß es so kommen wird und hält den Richt Client daher für tot) sind dann doch nicht ganz so einleuchtend. Zumal er ein Problem der Webapps, nämlich die grottenschlechte Antwortzeit, gleich mit anspricht.
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