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Freitag, 11. März 2005Freie Netze, hurra!
Da will ich mir eigentlich nur mal das Kabel sparen und meinen Linksys WRT54GS auch endlich am als WLAN-Accesspoint benutzen. Hm, DHCP klappt, IP is da. OpenVPN soll den Rest besorgen (ich bau ja keinen offenen Hotspot, auch wenn mir das letztens unterstellt wurde, weil $WINDOWS_KISTE ein WLAN gefunden hatte). "Connection refused". WTF? Einen Ping später weiß ich, daß die Verbindung zum Internet steht, obwohl sie nicht sollte. Hm... noch einen nmap später ist mir klar, daß das nicht mein Accesspoint ist, mit dem ich hier rede. Wie praktisch, einer der Nachbarn hat offenbar auch WLAN. Das Einstellen der SSID ("Special-K", wie kreativ...) hat er/sie/es noch hinbekommen. Das Absichern wohl nicht mehr...
Naja, ich hab dann doch wieder Kabel genommen und festgestellt, daß mein Accesspoint noch gar nicht eingerichtet war.... Montag, 7. März 2005Das "demokratische" Europa
Sie haben es also getan. Ich hätte nicht gedacht, daß sie sich das überhaupt noch trauen, aber heute nachmittag hat der EU-Wettbewerbsrat heute die Softwarepatentrichtlinie verabschiedet und damit die Zukunft des europäischen IT-Mittelstandes besiegelt, wenn nicht noch ein Wunder passiert. Gegen den erklärten Willen des Europaparlaments und verschiedener Länderparlamente. Also gegen den Willen der demokratisch legitimierten Institutionen. Das Haus Europa ist noch nicht fertig und schon sägt man an seinen Grundpfeilern. Und unser "Superminister" Clement steht daneben und "vergisst", daß er es hätte verhindern können. Trotz der expliziten Aufforderung durch den Bundestag. Dazu fällt mir nur ein Wort ein: Verräter. Hoffentlich war der Preis wenigstens hoch genug...
Quelle 1: http://www.heise.de/newsticker/meldung/57133
Quelle 2: http://www.heise.de/newsticker/meldung/57163
Donnerstag, 3. März 2005Log zum Sonn^WDonnerstag
Ha ja, es kann schon lustig sein, wenn man sich mal so aus Langweile ein wenig durch die Error-Logs seines Webservers wühlt. Jede Menge Leute, die ein phpBB suchen (was natürlich bestimmt gar nichts mit diesem oder ähnlichen Dingen zu tun hat!), ein paar, die nach AWStats gucken (was selbstverständlich nicht damit in Verbindung zu bringen ist!) und sonstige nette Dinge. Ach ja, ein Code Red II war tatsächlich auch dabei. Ich dachte, der wär schon ausgestorben. Aber so ist halt das moderne Internet: ein Biotop an überquellendem Leben verschiedenster Formen. Da kann man nur hoffen, daß der eigene Server gut geimpft ist...
Donnerstag, 24. Februar 2005"US-Ministerium beruft Adware-Hersteller als Datenschutz-Berater"
Das Heimatschutzministerium beruft einen Manager der Firma Claria (früher Gator) in ein Expertengremium zum Thema "Datenschutz". Grade die Firma, die durch besonders eklige Spyware groß geworden ist. Und in 10 Jahren wird das in allen Wörterbüchern als Beispiel für das Sprichwort "Den Bock zum Gärtner machen." stehen.
Quelle: heise.de
Dienstag, 22. Februar 2005Patente, Patente, Patente!
Soso. Microsoft hat also den Ungleichoperator "erfunden". Gradeeben quasi und natürlich als allererstes für das eigene Visual Basic. Also, korrekterweise haben ja drei Mitarbeiter des Visual Basic Teams den IsNot-Operator erfunden. Dafür ist laut Patentschrift folgendes nötig:
A system, method and computer-readable medium support the use of a single operator that allows a comparison of two variables to determine if the two variables point to the same location in memory.Ah ja. Also das, was man in C, C++ und Java schon seit Jahren kann (und in tausenden anderen Programmiersprachen wahrscheinlich auch). Ein Musterbeispiel für "Prior Art", wie es im amerikanischen Patentenglisch so schön heißt. Man mag ja noch spitzfindig einwenden, daß bei C und C++ der Operator "!=" nur dann die beschriebene Wirkung hat, wenn man als Operanden Zeiger verwendet, aber spätestens bei Java wird diese Argumentation dünn. "!=" vergleicht dort nämlich, ob zwei Referenzen auf dasselbe Objekt zeigen (mithin: auf dieselbe Speicherstelle). Abgesehen von "Prior Art" und ähnlichem: sacht mal Jungs, ist euch das nicht peinlich sowas als Patentantrag zu stellen? Wenn man sich den Antrag mal durchliest springt einen das "Was schreiben wir denn jetzt noch, damit es wichtig klingt?" ja förmlich an. Macht ihr das absichtlich oder hatte der Herr Dijkstra doch recht, als er sagte: "It is practically impossible to teach good programming to students that have had a prior exposure to BASIC: as potential programmers they are mentally mutilated beyond hope of regeneration."Und and dich, lieber Steve: So als Chief Executive Obermotz der Firma müßtest du doch eigentlich was zu melden haben, richtig? Dann erinnere dich bitte mal an dein lustiges "Developers, developers, developers!" und red ein Ernstes Wörtchen mit den Leuten. Oder ist "developers" neuerdings microsoftisch für "Unbeeinflusst jeglicher Realität"? Die Leute sollen entwickeln (vozugsweise solche netten Sachen, wie IntelliSense) und nicht ihre Umwelt belustigen! Quellen: heise US Patent & Trademark Office Dienstag, 15. Februar 2005Spiegel und der Klick...
In einem heutigen Artikel beschreibt Spiegel online die Gefahren der bezahlten Werbung auf Suchmaschinen wie Google oder Yahoo. Es geht konkret darum, daß angeblich einige Leute die Möglichkeit nutzen, bei der Konkurrenz immer wieder sinnlos auf die Werbung zu klicken um sie so schnell in das vereinbarte Kostenlimit zu treiben und die Werbung damit unsichtbar zu machen. Toll wie die Leute von Spiegel online sind haben sie natürlich auch einen Vorschlag zur Lösung. Man achte auf das Bild...
![]() Mäuse mit Fingerabdruckscanner als Lösung gegen Betrug im Internet. (Quelle: Spiegel online) Sonntag, 13. Februar 2005Unser scharfer Innenminister wieder...
Hach ja, letztens hab ich mich ja bereits einmal über die merkwürdigen Ansichten unseres werten Herrn Innenministers ausgelassen. Nun ist ihm mal wieder ein wenig Luft geräuschvoll entwichen. Herausgekommen ist diesmal ein Kommentar zum Thema "Sicherheit im Internet" (Quelle). Er fordert die Hersteller von Browsern und die Betreiber von Webseiten auf, mehr gegen den um sich greifenden Onlinebetrug zu tun. Konkrete Anweisungen dazu kriegt man laut Onkel Schily beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (kurz: BSI).
Das is ja doll. Der Staat sorgt sich um meine Sicherheit als redlicher Internetbenutzer. Ich bin ja Webseitenbetreiber (sonst könnte das hier ja keiner lesen). Und ich will natürlich meiner Pflicht nachkommen, meine Nutzer vor dem Angriff der Phisher zu schützen. Also, schauen wir doch mal...
Es gibt da ja die Abteilung "Internetsicherheit". Dort sind einige interessante Punkte aufgelistet. Beispielsweise die Sicherheit beim Betrieb von Webservern. Find ich gut. Schließlich muss ich ja erstmal meinen Webserver im Griff haben, bevor ich mir irgendwelche Gedanken um die Sicherheit meiner Nutzer machen kann. Die Tipps dort sind auch alle recht sinnvoll. Nichts außergewöhnliches, was man nirgends anders nachlesen kann, aber prinzipiell schön zusammengestellt und leserlich aufbereitet (sehr empfehlenswert ist der Artikel über die Erkennung und Behandlung von Angriffen aus dem Internet). Leider keine Hinweise darauf, welche der Maßnahmen Phishing-Attacken auf meine Nutzer verhindern kann. Aber es gibt ja noch mehr...
Dann wäre da noch der Artikel über Firewalls (dort Sicherheitsgateways genannt). Auch sehr schön geschrieben, fachlich, soweit ich das im Moment überblicke, auch richtig. Aber wieder keine Hinweise auf Möglichkeiten zum Schutz vor Phishing-Attacken. Na sowas...
Um es kurz zu machen: ich auf auf den Webseiten des BSI keine Dokumente gefunden, die mich als Webseitenbetreiber darüber aufklären, was ich zum Schutz meiner Nutzer tun kann. Warum bloss? Mag mich das BSI nicht? Wollen die, daß ich die Nutzer meines Blogs vollkommen ungeschützt den schrecklichen Gefahren des Netzes aussetze? Oder ist es gar, daß unser werter Innenminister mal wieder Blödsinn geredet hat? Ich weiß, ein vollkommen abwegiger Gedanke.
Ich würde ja vermuten, daß die Webseiten des BSI keine Informationen für mich enthalten, weil im Gegensatz zu Herrn Schily die Leute beim BSI Ahnung haben von dem, was sie tun. Die wissen nämlich, daß die Lösung für Phishing-Attacken nicht in einem magischen Schalter in der Software zu finden ist, den man umlegt und schon ist ein solcher Angriff nicht mehr möglich. Die wissen sehr genau, daß das einzige Mittel gegen Betrügereien (sowohl online, als auch ganz klassisch an der Haustür) ein aufgeklärter Nutzer ist. Deswegen haben die auch ihren Teil dazu beigetragen und die Webseite Ins Internet - Mit Sicherheit! eingerichtet, auf der sie sich an den "normalen" Nutzer wenden, der mit dem Grundschutzhandbuch überfordert ist (und für den dieses auch gar nicht unbedingt gedacht ist).
Lieber Herr Schily (mal wieder): bitte, bitte, bitte stellen Sie sich jemanden ein, der sie davon abhält, ihren Mund zu Themen aufzumachen, von denen Sie offensichtlich keine Ahnung haben. Ernsthaft: keine Ahnung von etwas haben ist nicht schlimm. Aber dann darf man auch nicht versuchen, die Richtung vorzugeben, in der Probleme aus diesem Bereich zu lösen sind. Das endet meist peinlich. Wie eben auch in diesem Fall. Wenn Sie schon das Bedürfnis haben, zwingend das Wort zum Sonntag immer mal wieder zu verlesen, dann hätten sie doch auf einfach mal etwas Werbung für das BSI machen können. Also: richtige Werbung. Nicht den gemeinen Internetnutzer in der falschen Sicherheit wiegen, daß sich die Betreiber von Webseiten doch gefälligst um seineen Schutz zu kümmen haben, sondern ihn auffordern, aktiv zu werden. Ihn auf die schon genannte Webseite des BSI hinzuweisen, auf der er nachlesen kann, wie er sich vor den meisten Betrügereien schützt. Früher ging das doch auch! Der Zimmermanns Ede hat es in keiner seiner Sendungen versäumt, die Zuschauer darauf hinzuweisen, daß der eben vorgestellte Betrugsfall nicht möglich gewesen wäre, wenn Oma Erna aufgefallen wäre, daß ihre Bank keine schwarz gekleideten jungen Herren vorbeischickt, die abends 21 Uhr die PIN ihrer EC-Karte prüfen sollen. Der hat da auch nie gefordert, daß die Bank gefälligst ihre Geldautomaten verändern solle, damit der dunkel gekleidete junge Mann nicht mehr bei der Oma Erna klingelt. Der wußte nämlich, daß nur das Wissen um die Betrugsversuche die Oma schützen kann. Aber heute sind wir ja modern und da ist selbst lernen out. Heute darf man ja nicht mehr das Risiko tragen müssen, welches aus der Unaufgeklärtheit resultiert. Außer natürlich es geht um Steuervergehen oder ähnliches. Dann schützt Unwissenheit selbstverständlich nicht vor Strafe!
Abschließend noch ein Wort an meine Leser (nicht, daß mir jemand unterstellt, ich ließe euch unaufgeklärt): blog.slash-me.net (und alle Partnerseiten [also quasi *.slash-me.net *eg*]) kosten kein Geld. Und Zugriff auf euer Onlinebanking will ich auch nicht. Wenn also eine Mail von mir zu kommen scheint, die das verlangt, dann wendet euch vertrauensvoll an den nächsten elektronischen Papierkorb. Und sollte abends ein dunkel gekleideter Mann vorbeischauen und eure Zugangsberechtigung zu der Seite prüfen wollen, dann weiß ich auch nicht weiter. Vielleicht kann ihm ja ein Psychater helfen. Ansonsten gilt: Ins Internet - Mit Sicherheit! (und ohne Herrn Schily)
Sonntag, 6. Februar 2005Maschinell? Manuell? Ach Dell!
Tjaja, heute kam die Lieferbestätigung für meinen neuen Dell-Laptop. Da fiel mir doch glatt ein lustiger Formulierungsfehler im Text auf "Diese Auftragsbestätigung wurde manuell erstellt und ist auch ohne Unterschrift gültig." Ja wie jetzt? Der, der das erstellt hat, hätte es doch auch unterschreiben können? Oder kostet das mehr? Oder wurde das Dokument, wie sonst üblich, gar maschinell erstellt?
Damit keiner sagt, ich denk mir sowas aus, hier noch ein Bild:
![]() Maschinell? Manuell? Ach Dell! Donnerstag, 3. Februar 2005Panoramasoftware
Mein Artikel letztens über das Winterpanorama hat leider etwas zu kurz gegriffen, was die verwendete Software angeht. Nun hat mich der btk aber verlinkt und somit die unvollständige Information glatt noch in die Welt getragen. Nunja, ein Korrekturversuch...
Also, zuersteinmal sei festgehalten, daß das Winterpanorama das Ergebnis von drei verschiedenen Tools ist. Hugin bildet dabei nur ein Glied in der Kette. Prinzipiell kann man zwar bereits mit Hugin alleine schöne Panoramen bauen, aber aus verschiedenen Gründen ist das nicht immer optimal. Man muss nämlich als Nutzer die Referenzpunkte überlappender Bilder in Hugin selbst festlegen. Dazu sieht man jeweils zwei Bilder nacheinander und darf dann die entsprechenden Punkte auswählen. Das kann man relativ ungenau machen, da Hugin das Finetuning übernimmt und einem dann den genauen Treffer vorschlägt. Allerdings ist bei 5-10 Punkten pro Bildpaar schon etwas Zeitaufwand nötig um so ein Panorama zu basteln.
Nun gibt es faule Leute, die keine Lust haben, diese Punkte von Hand einzutragen. Für diese Leute wurde Autopano-SIFT erfunden. Diese Software implementiert den Scale Invariant Feature Transform Algorithmus von der Universität Stanford, welcher Referenzpunkte in Bildern auch dann zuordnen soll, wenn diese in Größe und Drehrichtung verändert wurden. Die Arbeit mit dem Programm ist einfach: Bilder öffnen, losrattern lassen. Allerdings sollte man etwas Zeit mitbringen. Die 17 Rohbilder des Winterpanoramas (jedes 6 Megapixel groß) haben meinen PIII 1.2 GHz geschlagene 2 Stunden beschäftigt.
Autopano-SIFT spuckt eine .pto-Datei aus, welche von Hugin geladen werden kann, um dann das eigentlich Panorama zu erzeugen. Dazu muss man dann zwar noch ein paar kleine Einstellungen vornehmen, die aber hier nicht weiter beschrieben werden. Mittlerweile ist der Hugin-eigene Stitcher Nona richtig brauchbar, so daß man auch nicht mehr unbedingt auf die Panorama Tools von Helmut Dersch zurückgreifen muss. Diese waren zwar lange Zeit State of the Art zur Panoramaerzeugung, werden aber leider seit geraumer Zeit nicht mehr gepflegt. Anzumerken bleibt, daß Nona alle Daten im Arbeitsspeicher hält. Etwas RAM ist also vonnöten. Wichtig ist die Einstellung "Multiple TIFF" für die Ausgabe, bei der Nona jedes Teilbild in ein eigenes großes TIFF einbettet. Dieses große TIFF repräsentiert das endgültige Panorama. Das Teilbild wird entsprechend den Referenzpunkten verzerrt und angeordnet; der Rest des TIFFs ist transparent. Nona kann zwar prinzipiell auch die Bilder gleich überblenden, aber dafür gibt es bessere Tools.
Wenn nun Nona die fertigen TIFF-Dateien ausgespuckt hat, kommt Enblend zum Zug. Dieses Tools ist darauf optimiert, bereits fertig angeordnete Bilder zu überblenden. Und das macht es relativ clever. Grob gesagt nutzt es in Bereichen mit hoher Ortsfrequenz (also viele Details) eine kurze Überblendzone, weil man dort evtl. Sprünge durch Fehlausrichtungen nicht sieht, Dopplungen von Objekten durch eine zu lange Überblendung aber sehr wohl. In Bereichen mit niedriger Ortsfrequenz hingegen (typisches Beispiel: einfarbiger Himmel) nutzt es eine sehr lange Überblendzone, weil unser Auge einen Sprung in einer einfarbigen Fläche sofort sehen würde. Auch das Tools ist wieder sehr einfach zu bedienen. Man wirft ihm einfach die Ausgabebilder von Nona vor und sagt ihm, wo es das fertige Panorama hinschreiben soll. Den Rest macht das Tool alleine. Beachten sollte man dabei, daß es sehr viel Platz im Arbeitsspeicher und auf Platte beansprucht. Beides sollte also vorhanden sein.
Wenn nun alle Programme endlich durch sind mit ihrer Arbeit, kann man im Allgemeinen ein qualitativ hochwertiges Panorama bewundern. Als Beispiel hab ich mal noch ein Panorama vom Gipfel des Ilmenauer Hausbergs Kickelhahn angehängt. Die Rohbilder wurden freihand mit einer Pentax Optio 330GS aufgenommen. In diesem Fall wurden die Referenzpunkte im Panorama von Hand gesetzt, da ich damals (das Bild ist schon etwas älter) Autopano-SIFT noch nicht kannte.
Wer die ganzen Erklärungen nochmal etwas ausführlicher mit Bildern der einzelnen Programme will, der kann mal bei One Guy With A Camera vorbeischauen.
Sonntag, 30. Januar 2005Mehr Power!!!
Gebt mir mehr Power! Ich will Gigahertz, ach was sag ich? Terahertz! Scheiß rechenintensiver Kram.
Freitag, 28. Januar 2005Dell und Kartenzahlung
Ha, nun ist es also geschehen. Mein HP Omnibook XT1000 hat mich so lange genervt, bis ich beschlossen habe, mir was neues zuzulegen. Ok, ein kurzer Blick auf's Konto zeigt: mehr als 1300 EUR sind nicht wirklich drin. Schließlich muss ich auch noch von irgendwas leben. Also, was nehmen? Einen Blick auf das Notebook meiner besseren Hälfte später weiß ich: unter 1400x1050 Pixel geht displaymäßig diesmal gar nix. Tja, da bleiben dann bezahlbar eigentlich nur die Dell Teile und ein Samsung übrig, soweit ich das überblicke. Da meine bessere Hälfte ein Dell Inspiron 4100 ihr Eigen nennt und seit fast 4 Jahren damit glücklich ist, ich außerdem bereits mal ein Dell Latitude CP besessen habe und damit auch zufrieden war (bevor ich es auf der Expo 2000 unter Wasser gesetzt habe...), soll es also wieder ein Dell werden. Nun gut, die Latitudes sind nett, bieten aber auf den ersten Blick keinen großen Vorteil gegenüber ihren kleinen Brüdern, den Inspirons. Außer dem Magnesiumgehäuse. Wo ich doch Grobmotoriker bin. Egal, leider kostet das Dell Latitude D600 in der gewünschten Ausstattung bereits über 1500 EUR. Also schaue ich mir mal das Inspiron 510m an. Ja, das ist nett, das soll es werden. Ein zweiter Akku ist sogar auch noch drin. Schließlich will man ja mobil sein. Fix zusammengeklickert und bestellt. Als Lieferadresse natürlich die an der Uni angegeben. Bezahlung per Bankeinzug. Und weg damit...
STOP! Dem geneigten Leser und Dell-Kenner ist der fatale Fehler hier vielleicht schon aufgefallen. Ich schrieb: "Als Lieferadresse natürlich die an der Uni angegeben." Schlecht. Zumindest wenn das Konto, von welchem man einziehen lassen will, nicht ebenfalls mit dieser Adresse angelegt wurde. Jedenfalls krieg ich ein paar Tage später eine Mail von Dell, in der mir mitgeteilt wird, daß meine EC-Kartenzahlung abgelehnt wurde. Ich möge mich doch unter $TELEFON_NUMMER melden. WTF?
Ok, also dort anrufen. Nachdem ich mir 10 Minuten Musik in besch*** Qualität angehört habe, spreche ich tatsächlich mit einem realen Menschen. Einer Frau genaugenommen. Die hat zwar einen erheblichen osteuropäischen Dialekteinschlag und ist daher nur mit guter Konzentration zu verstehen, aber sie ist freundlich und hat mein Problem auch schnell erkannt: wenn Adresse der EC-Karte und Lieferadresse nicht zusammenpassen, dann wird die Zahlung abgelehnt. Von deren internen Prüfern.
Hallo? Liebe Firma Dell: ich finde es ja toll (TM), daß du verhinderst, daß jemand auf meine Kosten Laptops nach Timbuktu bestellt. Ehrlich, die ergriffenen Maßnahmen sollten sogar in 99,9% der Fälle funktionieren. ABER KANNST DU DIESE IMMENS WICHTIGE INFORMATION NICHT AUF DEINER WEBSEITE UNTERBRINGEN? ICH BIN KEINE FIRMA, DIE NOTEBOOKS ÜBER DAS INTERNET VERKAUFT. ICH WERDE SELTEN BESCHISSEN. MIR FEHLT EINFACH DIE FANTASIE UM AUF SOWAS VON ALLEINE ZU KOMMEN!.
So, ich hab jetzt also per Vorkasse gezahlt. Kreditkarte (was man mir sonst angeboten hat) habe ich nicht und will ich nicht. Warum auch? So oft kaufe ich hoffentlich keine Notebooks bei Dell. Ich bin gespannt, wie das 510m sich macht...
Montag, 24. Januar 2005"Nicht-Euklidischer PDA"Samstag, 22. Januar 2005Dvorak oder warum man Tastaturen auseinandernimmt
Ich habe mich ja schon vor kurzem über das Dvorak-Layout und seine Tücken ausgelassen. Nun hab ich mir aber in den Kopf gesetzt, dieses Lernen zu wollen und mir daher eine Tastatur auf Dvorak umgebaut. Als Basis dient eine SGI PS/2-Tastatur von meiner Octane (bevor irgendwer mit "Blasphemie!!1!" kommt: die Tasten sind nur gesteckt). Unten Fotos von der Aktion (Klick auf das Bild bringt die große Variante). Nu kann es ja losgehen...
Freitag, 14. Januar 2005Knapp 2000 Mails...
*gnaaa* Ok, ich kann damit leben, daß ich mal zwei Wochen meine Mails nur per Webinterface lesen kann. Ich kann auch damit leben, daß es dann mal etwas länger dauert, bis die alle auf meinem lokalen Mailserver eintrudeln. ABER MÜSSEN DAS DENN WIRKLICH KNAPP 2000 STÜCK SEIN??? Scheiß Spammer! Das nenne ich mal echt WMD, Mister Bush: Weapons of Mail Destruction.
Montag, 10. Januar 2005Eine SGI Octane von innen
Ja, wie sieht die eigentlich aus? Also, die Octane von innen? Erstmal jede Menge Staub, dann ein Board mit Prozessor und RAM. Ok, der Hinweis lautete "Reseating". Will heißen: wenn die Kiste Mucken macht, dann check erstmal, ob alles fest sitzt. Scheinbar löst sich speziell der RAM ganz gerne mal. Ok, das wundert mich nicht, so wackelig, wie der drinsitzt. Nu ja, nachdem ich durch wildes Raten rausgefunden habe, daß man an den schwarzen Plastikteilen hinten die Schrauben lösen muss, diese rausziehen und somit das Board entriegeln, war das eigentlich alles einfach. Wieso zum Geier find ich sowas eigentlich in keinem Handbuch? Jetzt sitzt der RAM wieder fest und die Kiste läuft wieder. Schauen wir mal, wie lang.
Bevor jemand fragt: ja, ich benutze das Teil zum Arbeiten. Zwar mehr aus nostalgischen Gründen, aber die steht zumindest nicht nur rum und gammelt vor sich hin.
Nachtrag: Auf besonderen Wunsch eines einzelnen ein Bild (zumindest von außen, von innen hab ich keine. Später vielleicht.). Ein Klick auf das Bild bringt die große Version.
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