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Montag, 2. August 2010Boot fahren auf der WerraNachdem wir in Neuseeland ja schon mehrfach mit dem Kanu unterwegs waren wollten wir in der Richtung mal wieder was neues ausprobieren. Schon vor längerer (eigentlich viel zu langer Zeit) hatten wir eine Kanutour auf der Werra verschenkt. Heute war es dann endlich soweit: ich hab mir das Motorrad geschnappt, der Rest der Bande ist mit'm Auto los und wir haben uns in Henfstädt im Kanureich wiedergetroffen. Dort haben wir dann zwei Kanadier und ein Kajak ausgeliehen und los konnte es gehen. Die Werra führt zur Zeit Niedrigwasser, was einige Stellen etwas... interessant macht. Aufgesessen sind wir jedenfalls mehrfach. Die Füße mussen auch ins Wasser (merke: Gore-Tex Schuhe heißt Wasser bleibt drin), aber das ganze war äußerst lustig. Und nass. Und anstrengend. 15km sind wir flussabwärts gepaddelt durch schönste Natur (bzw. korrekterweise wohl Kulturlandschaft). Nach knapp 4 Stunden auf dem Fluss wurden wir dann wieder eingesammelt und konnten die Heimreise antreten. Morgen Muskelkater... ![]() Die "wilden" Stellen waren auch meist die flachen. Aufsetzen inklusive. ![]() So lässt sich's leben. Füße hoch und treiben lassen. Nur gut, dass es flussabwärts ging. ![]() Dafür darf später auch mal wieder gearbeitet werden. Ein gutes Gespür für den Fluss hilft bei der Vermeidung von Untiefen. ![]() Den Anblick hatte ich den größten Teil des Nachmittages: meine Holde von hinten, mehr oder minder koordiniert die Werra umrührend. Freitag, 25. Juni 2010Urlaub Elbsandsteingebirge - Zweiter TeilDas mit dem Netz ist in der Gegend so ne Sache... Handyempfang kann, muss aber nicht, WLAN im Hotel ist üblicherweise nicht vorhanden. Deswegen jetzt der zweite Teil der Bloggerei erst nach dem Ende und schon wieder zu Hause. Ein was muss ich noch vorweg erwähnen, weil ich's im letzten Artikel vergessen habe: die Fotos waren diesmal nicht von mir (stand ja drin: ich hab meine Kamera vergessen), sondern vom Küken. Danke dass ich die verwenden darf! Einer der für mich schönsten Teile der Wanderung ging von Hinterhermsdorf nach Krippen. Schön vor allem deswegen, weil er sich idyllisch einsam durch die Landschaft schlängelt. Da hat man zwischenzeitlich wirklich das Gefühl weit weg von jeder Zivilisation zu sein. Wir hatten unsere Wanderroute so variiert, dass sie nicht zu anstrengend werden sollte und wir trotzdem ein paar von den Schluchten zu sehen bekommen. Wir haben schon bei unserem ersten Urlaub im Elbsandsteingebirge eine sehr gute Wanderkarte gekauft gehabt (sehr schick vor allem, vieles sieht aus wie – oder ist sogar – handgezeichnet), die die Planungen sehr schön einfach gemacht hat. Danke der Karte haben wir uns kein einziges Mal verlaufen und hatten auch vorher immer einen guten Eindruck, was uns erwartet. Bis auf diesen einen Tag. Was in der Karte zwar drin war, aber nicht wirklich abzuschätzen wie steil das ganze ist, war der Aufsteig aus den Richterschlüchten. Treppen und Steine bis wir uns einige hundert Höhenmeter über einen Kamm gekämpft hatten nur um danach gleich wieder abzusteigen. Doch am Ende des Tages war die Tour geschafft und wir auch. In Schmilka haben wir uns mit der Fähre über die Elbe gewagt und sind dann mit einem tschechischen Triebwagen (danke nochmal an den Fährmann für den Tipp!) nach Krippen gefahren. Auf unsere Frage nach den Kosten hat der Triebwagenfahrer nur abgewunken. Auch nett… Die Unterkunft in Krippen hatte zwar einen lustigen Portier/Kellner und eine nette Bar im Gewölbekeller, aber leider kein Netz. Irgendwie hat man manchmal den Eindruck, dass viele Unterkünfte in der Gegend noch eher auf die älteren Semester eingerichtet sind und demzufolge vor größeren Probleme stehen, wenn plötzlich jemand mit Notebook reist. Aber das wird hoffentlich in den nächsten Jahren auch anders. Wir haben uns zwei Nächte in Krippen aufgehalten, weil am Dienstag ein Ausflug ans Prebischtor auf der tschechischen Seite des Elbsandsteingebirges anstand. Wir kannten das ja schon vom letzten Mal, haben es aber wieder genossen: ein wenig wandern, eine Fahrt mit einem Stocherkahn, der Aufstieg zum Tor (von der anderen Seite diesmal), die Aussicht… Hat offenbar auch unseren Begleitern gefallen. Den Rückweg haben wir diesmal mit dem Bus bestritten. Der Nationalparkexpress fährt grenzübergreifend die interessantesten Orte an und ermöglicht so auch mal das bequeme Abkürzen (deswegen waren's an dem Tag auch nur rund 11km Wanderung). Abends gab's dann im Hotel noch einen Grillabend mit lecker Forelle in Folie. Ein Traum. Nachdem mir Steffi erklärt hatte, wie man die Forelle unfallfrei und grätenarm isst, konnte ich nicht widerstehen. Der letzte Tag war noch mit etwas Kultur vollgepackt. Die Festung Königstein sollte es sein, mithin Europas größte Bergfestung. Der Weg von Krippen nach Königstein war (glücklicherweise – wir hatten in der Zwischenzeit einige Lädierte zu beklagen) bis zum frühen Nachmittag geschafft, den Aufstieg zur Festung haben wir uns dank des Festungsexpress gespart. Wir waren ja schonmal auf der Festung und trotzdem haben wir wieder neues entdeckt. Man kann ungelogen zwei Tage dort verbringen ohne sich zu langweilen. Abends sollte wieder Stadt Wehlen Station sein, von wo aus wir am nächsten Morgen über Dresden zurück in die Heimat wollten. Als krönenden Abschluss hatten wir uns entschieden mit einem Dampfschiff die Elbe runterzuschippern. Teuer, aber jeden Cent wert. Von den 10€, die das gekostet hat, hab ich für mindestens 8€ die Maschine besichtigt. Die ist nämlich zum Glück offen in Aktion zu sehen. Deswegen hab ich auch einen großen Teil der Fahrt unter Deck verbracht. Auch wenn man's erstmal nicht direkt sieht sind die Raddampfer echte Dampfschiffe. Der Kessel wird mit Diesel, statt Kohle beheizt, was leider den schönen Rauchfahneneffekt verhindert, aber eben auch die Belastung im Elbtal verringert (von Platzbedarf und Aufwand au dem Schiff mal ganz zu schweigen). Die drei riesigen Zylinder, die die Welle antreiben, die Schaufelräder… faszinierende Technik. Bin ich ja immer für zu haben. Abends noch das Spiel Deutschland gegen Ghana im Fernsehen. Wir sind weiter. SCHLAAAND! So, jetzt ein Wochenende erholen, Sachen auspacken, vielleicht mal wieder etwas auf zwei Rädern unterwegs sein. Montag ruft die Arbeit wieder. Für so einen Kurzurlaub ist das Elbsandsteingebirge doch wirklich schön. Nur das mit dem Netz müsste besser werden… Sonntag, 20. Juni 2010Urlaub Elbsandsteingebirge - Die ersten Tage flussaufwärtsWhua, in der dritten Unterkunft können wir endlich mal ein Lebenszeichen abgeben! Drei Tage Urlaub und zwei Tage Wandern liegen schon hintern uns und mir haben's mittlerweile nach Hinterhermsdorf geschafft. Zum Einstimmen sind wir am Freitag abend mal auf der Bastei rumgeturnt. So spät abends ist es dort sogar richtig ruhig und nicht so überlaufen wie tagsüber. Der Tag ging so mittelmäßig los, nachdem ich auf der Autobahn bei Chemnitz gemerkt habe, dass ich meine Kamera zu Hause liegen lassen habe. Doof, das. Ist mir noch nie passiert. Aber nun ja… Der Abend war dann trotzdem noch ganz schön. In der Unterkunft in Stadt Wehlen herrschte netztechnisch völlige tote Hose. Kein einziges WLAN in Sicht und o2 hatte sich zur Sicherheit gleich mit verabschiedet. Nix mit bloggen. Oder Dinge raussuchen. Am ersten Wandertag ging es dann von Stadt Wehlen nach Bad Schandau. Da wir am Tag vorher ja nun schon auf der Bastei waren sind wir von der vorgeschlagenen Strecke abgewichen und an der Elbe entlang zum Lilienstein gelaufen. Manus Lieblingsberg war natürlich Pflicht. Hat eigentlich allen gefallen und war schonmal so ein erster Test, wie die heftigen Anstiege den Leuten so gefallen (die Bastei zählt ja nicht, wenn man vom Parkplatz aus läuft). Das Hotel in Bad Schandau war überhaupt nicht auf uns vorbereitet. Das Mädel an der Rezeption war den ersten Tag da und keiner hatte ihr irgendwas gesagt (zum Beispiel solche Details wie: Küken übernachtet mit in unserem Zimmer um nicht noch eins buchen zu müssen, wir brauchen also ein drittes Bett). Sie hat sich aber reingekniet und mit Elan noch dafür gesorgt, dass alles noch wurde. Oh, seit gestern weiß ich, wie man Forelle richtig isst. Kaum macht man's richtig muss man sich auch nicht mehr mit Gräten rumschlagen. Heute war der Tag schon etwas länger geplant: Bad Schandau bis Hinterhermsdorf. Als Highlight standen die Schrammsteine auf dem Programm. Die ersten 50 Höhenmeter waren wir faul und haben den Aufzug in Bad Schandau genutzt. Danach ging es erstmal verhältnismäßig gemütlich weiter, bis dann der Aufstieg auf die Schrammsteine anstand. Ich kannte das ja schon vom März, aber für die anderen war das Neuland. Geschafft haben wir's trotzdem und die Aussicht zur Belohnung war mal wieder genial. Über den Gratweg ging es wieder ein Stück zurück und dann gen Kirnitzschtal zum Lichtenhainer Wasserfall. Mittagszeit. Der Wasserfall ist übrigens immernoch genauso bekloppt wie beim letzten Mal: alle halbe Stunde plätschert es mal, den Rest der Zeit wird angestaut. Weil wir noch nicht genug hatten (und es bis Hinterhermsdorf noch weit war) war die nächste Station der Kuhstall - ein riesiges Felsentor. Dort haben wir (zumindest einige von uns) die Himmelsleiter erklommen: eine schmale geschweißte Treppe in eine fast genauso schmalen Felsspalte. Der Aufstieg war interessant, die Aussicht oben nicht wirklich anders als von unten. Nach dem Abstieg ging es für die meisten von uns zur Bushaltestelle. Die Füße/Beine sollten etwas für die Etappe morgen geschont werden. Ich war noch nicht müde und bin daher alleine weiter das Kirnitzschtal entlang nach Hinterhermsdorf. Als ich hier ankomme sagt mir die nette Dame in der Gaststätte, dass der Rest noch nicht da ist. Hat mich schon etwas überrascht, dass ich die letzten 10km zu Fuß schneller überbrückt haben sollte als die anderen im Bus. Ein kurzer Anruf brachte des Rätsels Lösung: die hatten den Fahrplan falsch interpretiert (was mich nicht wundert. Ich bin trotz mehrminütigem Studiums nicht drauß schlau geworden.) und waren daher in den falschen Bus eingestiegen. Kurz nachdem sie ihren Irrtum bemerkt hatten sind sie halt zwangsläufig weiter gelaufen. Die nette Dame hier in der Gaststätte (die gleiche wie eben) hat sich dann bereiterklärt den Rest einzusacken um deren Füße zu schonen. Nach ner Dusche und einem sehr leckeren und ausgiebigen Abendessen (wer mal richtig nett essen und übernachten will: Gasthof zur Hoffnung) geht's soweit ich das überblicke allen wieder gut. Morgen wird die Etappe wieder etwas variiert um sie zu kürzen, da die 23-26km (je nachdem, wen man fragt) heute doch anstrengender waren als gedacht. Außerdem versuchen wir morgen mal ein paar Höhenmeter zu streichen. Donnerstag, 3. Juni 2010Wenn NVidia einen Monitorwechsel nicht erkennen will…Manchmal regt mich meine NVidia-Karte im Notebook echt auf. Nicht nur, dass ich nur mit dem Binary-Treiber unter Linux Features wie 3D-Beschleunigung oder Suspend-to-RAM nutzen kann, nein, leider ist der auch noch nicht kompatibel mit der Standardarchitektur zum Setzen von Bildschirmauflösungen etc. Dafür braucht man ein spezielles Tool von NVidia, welches nur im Klicki-Bunti-Modus bedienbar ist. Nix mit Skripten und so (zumindest zum großen Teil). Macht alles nix, kann ich mich gerade noch dran gewöhnen. Was aber wirklich nervig ist, ist die Weigerung des Tools einen Wechsel des externen Monitors zu erkennen. Wenn man nach dem Booten einmal einen Monitor erkannt hat, dann lässt es sich durch nichts und niemanden davon überzeugen einen Wechsel desselben zur Kenntnis zu nehmen. Das ist normalerweise kein Problem: ich arbeite mit einem 1680x1050-Monitor, welche üblicherweise als erster erkannt wird und wenn ich dann mal zu einem Beamer wechsele, dann muss die Auflösung eben von Hand runtergestellt werden (sowieso sinnvoll, da viele Beamer interessanterweise eine höhere Auflösung melden, als sie nativ darstellen). Wenn ich jetzt allerdings mal ausnahmsweise einen Beamer nach dem Booten ranhänge und dann später zum großen Monitor wechseln will, dann hängt man mit der niedrigeren Auflösung fest. Nach einiger Rumprobiererei hab ich jetzt eine Methode, die das ohne X-Server-Neustart zu beheben scheint:
Warum das so kompliziert ist fehlt mir im Moment jegliche Idee. Evtl. sitzt hier das Problem auch einfach mal wieder vor dem Monitor. Samstag, 1. Mai 2010Neues yeanpypa-ReleaseNach über drei Jahren hab ich's dank der Anregung eines Kollegen doch mal geschafft, meinen kleinen Parser-Generator in Python aufzuarbeiten und eine neue Version zu veröffentlichen. Diese bringt endlich rekursive Regeln und die Möglichkeit Regeln zu gruppieren. Außerdem sollte sie jetzt auch Python 3 kompatibel sein. Geblieben ist natürlich die einfache Definition von Parsern in Form einer (leicht abgewandelten) EBNF direkt in Python. Weil Gelaber über Software ohne Beispiel immer doof ist hier ein Beispiel für das Parsen einer einfachen XML-ähnlichen Sprache:
#! /usr/bin/env python
# -*- coding: utf-8 -*-
from yeanpypa import *
test = '<tag><inner attr="Just a test">plah</inner></tag>'
text = Word(alpha)
name = Combine(alpha + ZeroOrMore(alpha | digit))
value = Literal("\"").hide() + Word(alpha | AnyOf(" \t.,!?+-") | digit) + Literal("\"").hide()
attribute = name + Literal('=').hide() + value
opening_tag = Group(Literal('<').hide() + Word(alpha) + ZeroOrMore(attribute) + Literal('>').hide())
closing_tag = Group(Literal('').hide() + Word(alpha) + Literal('>').hide())
tag = Recursive()
tag.set(text | opening_tag + tag + closing_tag)
result = parse(tag, test)
print result.getTokens()
Die Ausgabe ist hierarchische Liste von Token sein (wobei alle, die mit .hide() markiert werden nicht enthalten sind): [['tag'], [['inner', [['attr', ['Just a test']]]], 'plah', ['inner']], ['tag']] Mittels semantischer Aktionen die an Teile der Regeln gehängt werden kann man komplexere Datenstrukturen on the fly aufbauen statt erst auf der endgültigen Tokenliste zu arbeiten. Bspw. könnte die Regel tag mittels einer semantischen Aktion ein Objekt einer Klasse Tag anlegen, welches strukturierten Zugriff auf die Bestandteile des Tags gibt. Semantische Aktionen sind Funktionen, die die Tokenliste, welche durch die Regel gematcht wurde als Parameter erhalten und darauf beliebige Aktionen ausführen können. Yeanpypa ist so konstruiert, dass der Rückgabewert einer semantischen Aktion anstelle der Token in das Ergebnis übernommen wird. So kann man hier also statt einer Liste von Token mittels einer semantischen Aktion gleich eine Liste von Tag-Objekten erhalten. Die Software findet sich mit dem neuen Release auf bitbucket.org. Doku und Beispiele (auf Englisch) finden sich auf meiner snippets-Webseite. Wenn ich Zeit finde werde ich noch ein paar mehr Beispiele implementieren um die Fähigkeiten von yeanpypa umfassender zu demonstrieren. Sonntag, 25. April 2010Interessante Basteleien aus HolzMein Kollege war 4 Wochen bei seiner Familie in Pakistan und hat Geschenke mitgebracht. Für mich gab's eine sehr interessante Sache aus Holz. Anfangs sieht es aus wie ein eher dekoratives Ding zum an die Wand hängen: Dekorative Holzplatte Nachdem er mir den Trick erklärt hat war ich beeindruckt: man kann die abgesetzte lange Seite des Randes nach oben ziehen und dann wird aus der Platte… Coole Schale …eine Schale. Der Trick: die Spiralen auf der Platte sind quasi am Stück ausgesägt und in der Mitte und am Rand angebunden. Klappt man nun den Henkel hoch, so werden sie ausgezogen und gespannt. Das ganze ist recht robust (beim ersten Mal traut man sich gar nicht so dran zu ziehen, dass es arretiert werden kann). Schicke Sache, das… Mittwoch, 17. Februar 2010Bester Spruch heute...Bester Kommentar eines Kollegen heute zu einem Passwort-Hash, den er mir geschickt hat: für die Beleidigung am Ende müsse er sich entschuldigen, das lag am Programm. Der Hash endete auf …fOzE.. Dienstag, 2. Februar 2010Interessanter NachtischWar mal wieder lecker Abendessen angesagt. Diesmal mit interessantem Nachtisch. Schmeckt eigentlich nur nach Schokolade, das Tierchen selbst hat keinen erkennbaren Eigengeschmack. Aber knusprig war's... Heuschrecke im Schokoladenmantel Freitag, 11. Dezember 2009Jabber-Probleme hinter DSL-RouterInteressante Erfahrung gerade: seit einem Neustart meines Jabber-Servers funktioniert der Kontakt dorthin nicht mehr aus meinem privaten Netz. Ein wenig Sucherei später stellt sich heraus, dass mein DSL-Router (bzw. der darauf laufende DNSMasq) DNS-Queries vom Typ SRV sperrt. Dazu muss man wissen, dass Jabberclients aus dem Domainpart der Jabber-ID mittels eines DNS-Queries ermitteln, auf welchem Server man sich einloggen muss. Sie fragen einfach nach _xmpp-client._tcp.domain.part mit RR-Type SRV und verbinden sich zu dem in der Antwort stehendem Server. Klappt das nicht lösen sie den Domainpart normal auf und verbinden sich dort hin. Nun hatte ich bisher nach einigen Umbauarbeiten immer noch eine Umleitung laufen, die ich aber im Zuge eines Systemupdates mal entfernt habe. Damit klappt das nicht mehr, dass man sich einfach auf die IP aus dem A-Record des Domainparts verbinden kann und den Jabberserver erreicht. In der Welt draußen kein Problem, gibt es doch einen passenden SRV-Record, der verrät, wie's geht. Dummerweise war mein DNSMasq hier mit der Option filterwin2k konfiguriert, was ihn dazu veranlasst (unter anderem) SRV-Records wegzufiltern. Nimmt man die raus funktioniert alles. Wieder was gelernt... Sonntag, 6. Dezember 2009Weihnachtszeit, KeksezeitKekse! Das Krümelmonster hätte bei uns gerade seine helle Freude. Nachdem gestern die Verwandschaft eingefallen war um traditionell (zählt zum dritten Mal in Folge schon als Tradition?) Kekse zu backen wurden wir heute durch Nikolausgeschenke aus unserem verrückten Freundeskreis inspiriert mal was anderes zu probieren: Windlichter. Essbare solche um genau zu sein. Einfach nen etwas festeren Teig (bspw. Weihnachtssterne), Wände draus gebaut und mit Ausstechformen Fenster reinstechen. Soweit, so gut. Richtig interessant wird's aber erst, wenn man klare Bonbons nimmt, diese mit dem Hammer zertrümmert (tierische Sauerei, trotz Tüte drumrum) und das Gekrümel in die ausgestochenen Löcher packt. Beim Backen im Ofen schmilzt das Zeug und läuft als Fenster zu einer Fläche zusammen. Sieht schick aus und schmeckt gut. Zuguterletzt werden die Wände noch mit heißem Zucker zu Windlichtern zusammengeklebt (noch viel größere Sauerei und außerdem muss man aufpassen, dass man sich nicht verbrennt). Ein solches mit einem Teelicht versehen leuchtet jetzt hier auf dem Tisch vor sich hin. Wenn's uns nicht mehr gefällt, dann essen wir es halt einfach auf. Schickes Windlicht Mittwoch, 18. November 2009Drei Stunden war der Laptop krank... (und außerdem russische Propaganda)... jetzt läuft er wieder, Gott sei Dank! Frei nach Wilhelm Busch mach ich grad drei Kreuze. Glücklicherweise habe ich mir mal irgendwann ein Thinkpad gegönnt. Ebenso glücklicherweise war bei IBM jemand mal der Meinung, dass man in eine Tastatur Ablaufkanäle einbauen müsse, falls mal Flüssigkeiten in die Tastatur kommen. Tja... ich bin heute offenbar nicht sooo geschickt und hab es geschafft, ein Glas Cola über meiner Tastatur zu entleeren. Während der größte Teil durch die dafür vorgesehenen Kanäle abgelaufen ist, musste ein relativ kleiner Teil gewaltsam aus dem größtenteils zerlegten Gerät entfernt werden. Nach einer gründlichen Dusche für die Tastatur (die funktioniert plötzlich wieder einwandfrei ohne zu knirschen und so...) scheint soweit wieder alles in Ordnung. Hoffen wir mal das beste... And now for something completely different: Panzerkreuzer Potemkin, ein Meisterwerk russische Propaganda. Gab's heute im Hochschulkino. Und weil das ganze ja ein Stummfilm ist und man heute audio-visuelle Berieselung gewohnt ist, haben sich die Jungs und Mädels vom HFC mit dem Kammerorchester der TU Ilmenau und der Jazzband nuzz zusammengetan und das ganze mit klassischer Musik unterlegt. Sehr interessante Erfahrung. Ich bin ja sonst nicht so für die Klassik, aber so ein komplettes Orchester hat schon was... Knusper, Knusper, Knäuschen...Ich hab gestern mal wieder feststellen müssen: in meinem Freundeskreis gibt es einige verrückte Leute. Aus ominösen Gründen darf ich mich ja seit Montag ganz offiziell alt fühlen. Das ist ja üblicherweise ein willkommener Grund für den Austausch einiger Glückwünsche und natürlich auch Geschenke. Dem Anlass gebührend gab es Haftcreme, Shampoo gegen Haarausfall, Zink+C-Tablette, ne Knieschiene etc.pp. (allein letzteres fand ich ja schon hinreichend verrückt). Definitiv den Vogel abgeschossen hat allerdings das letzte Geschenk: ein Haus. Also, kein richtiges, aber schon ziemlich nah an dem, in dem ich vielleicht gern mal wohnen will. Mit Unterstützung meiner Holden haben die Wahnsinnigen nämlich aus geschätzten 5kg Lebkuchen, Marzipan, Zuckerkleister und Schokolade ein Modell unseres — hoffentlich irgendwann mal zu bauenden — Haus gebastelt. Ich war geschüttelt^Wgerührt... Hier noch ein paar Bilder um mal einen Einblick zu bekommen... Einmal ein Luftbild Sogar an mein Schlagzeug wurde gedacht Danke an die fleißigen Erbauer :) Sonntag, 15. November 2009(K)Ubuntu in eine schon existierende LVM-Struktur installierenIch wollte aus verschiedenen Gründen meiner Linux-Installation mal einen kompletten Neustart gönnen und Kubuntu Karmic Koala frisch aufsetzen. Dabei wollte ich allerdings vorzugsweise darauf verzichten mein aktuell 83 GB schweres Home-Directory komplett aus dem Backup wieder einspielen zu müssen. Gedacht, ... fast getan. Backup wurde natürlich vorher gemacht (ich bin ja nicht wahnsinnig. Jedenfalls nicht wesentlich mehr, als üblich. Außerdem hatte jemand in der näheren Umgebung letztens erst den Fall, dass sämtliche Daten zwar noch da, aber dank Festplattenverschlüsselung mit kaputtem Keystore nicht mehr zugreifbar waren. Das wollte ich mir natürlich ersparen. Erstmal dazu, wie meine Platte grob aussieht:
/dev/sda
|
+---sda1 (/boot)
+---sda2 (dm-crypt-Volume)
|
+---ec_root (/)
+---ec_swap (swap)
+---ec_home (/home)
Soweit, so unpraktisch. Speziell /home sollte unbedingt erhalten bleiben. Erster Anlauf: ganz naiv den Installer gestartet und geschaut, was er so erkennt. Klappt natürlich nicht. Der sieht sda2 und interessiert sich kein bischen für die Innereien. Ok, zweiter Anlauf: Situation herstellen, die dem Installer erlaubt die Innereien zu erkennen: cryptsetup luksOpen /dev/sda2 sda2_crypt lvm vgchange -a y Das erste öffnet das verschlüsselte Volume, das zweite aktiviert die darin enthaltene Volume Group und alle logischen Volumes innerhalb dieser. Das ganze macht man am besten in einer zweiten Konsole, während der Installer gerade auf Nutzereingaben wartet (bspw. wenn er sich grad aufregt, dass er kein Netz findet). Danach kann man die Installation gemütlich weiterlaufen lassen und der Installer wird beruhigt die Volumes erkennen, so dass man in der manuellen Partitionierung (alles andere wäre Unsinn) alles entsprechend wieder zuweisen kann, wie es sein soll. Mir ist hier noch ne Kleinigkeit unangenehm aufgefallen: sda2 wird aus irgendeinem Grund als Swap eingestuft. Aus Sicherheitsgründen habe ich das komplett rausgenommen (also auch nicht als Crypto-Volume definiert), was zur Folge hatte, dass hinterher etwas Handarbeit angesagt war. Wenn die Installation durchgelaufen ist (auch das kann ein Problem sein, wenn das CD-Laufwerk auf einmal I/O-Error wie Kekse verteilt...), dann muss man noch einige kleinere Anpassungen machen um das System bootfähig zu machen. Was ist das Problem? Dadurch, dass das Crypto-Volume von Hand geöffnet wurde und der Installer so nichts davon weiß, fehlt der entsprechende Eintrag in der /etc/crypttab des frisch installierten Systems. Das wiederum führt dazu, dass das initrd nichts über die Verschlüsselung weiß und nicht nach dem Passwort fragt, was wiederum den Bootprozess einfach stillstehen lässt. Blöd. Eine Lösung muss her... Im Prinzip isses einfach: man macht das System von Hand bootfähig. Man mountet noch im laufenden Installersystem /dev und /proc mittels -o bind nach /target/dev und /target/proc (/target ist der Punkt, wo der Installer die Platte einhängt. Wenn nicht: einfach selbst machen), wechselt mittels chroot /target ins installierte System, passt die /etc/crypttab entsprechend an (sprich: man trägt in meinem Fall /dev/sda2 passend ein. Eventuell muss man die /etc/fstab auch noch anfassen, wenn man schonmal da ist.), ruft update-grub und update-initramfs auf, wechselt wieder raus, macht alle Mounts rückgängig und rebootet. Wenn man großes Glück hat, geht's danach. Wenn nicht, dann ist Fehlersuche angesagt. Für diese Sucherei hab ich heute dann doch etwas gebraucht. Vor allem immer unter der Prämisse: bloß nüscht kaputtmachen, sonst musst du das doofe Backup zurückspielen. Mittlerweile läuft alles, nur eine Warnung beim Systemstart bzgl. des Einbindens von /home irritiert mich noch. Hat zwar keine Auswirkungen, aber das will ich auch noch rauskriegen. Später... Donnerstag, 15. Oktober 2009State-Machine-Bibliothek für JavaLetzte Woche waren meine Holde und ich ja im Urlaub und wie das so ist kommt man da ja meist zu den Sachen, für die man sonst nie Zeit hat. Da ich schon seit längerer Zeit mal TDD ausprobieren wollte, war die Zeit also günstig. Herausgekommen ist ein kleines Spielzeug namens StateMachine (kreativere Namensvorschläge werden in den Kommentaren gern entgegengenommen): eine kleine Bibliothek für State Machines in Java. Brauch ich demnächst wahrscheinlich sowieso für verschiedene Dinge, so dass die Zeit nicht vergeudet war. Fazit der testgetriebenen Entwicklung? Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil man den klassischen Entwicklungsprozess (Entwickeln-Testen) quasi rumdreht. Für so Sachen wie die Entwicklung von Bibliotheken ist das allerdings ganz interessant, weil man relativ früh merkt, wenn die Schnittstellen murksig zu benutzen sind. Durch das "auf den grünen Test" hin programmieren hat man auch klar abgesteckte Aufgaben für jeden Entwicklungsschritt. Ich werd das also bei der Library (und auch sonst wo sich's lohnt) durchaus weiter ausprobieren. Ach ja: bitbucket.org ist richtig angenehm zu benutzen. So angenehm, dass ich zu faul war, den Kram selbst aufzusetzen. Mercurial ist eh geil. Sag ich ja meiner Frau immer, aber die hört ja nicht...
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